Heute führte uns der Weg einmal quer durch Phnom Penh an den östlichen Ortsrand dieser von Gerüchen, Farben und Geschäften geprägten Stadt. Die Preise für Sprit sind in den letzten Monaten rapide gestiegen und sind auf das Niveau Deutschlands gestiegen. Dadurch sind unsere Tuk Tuk und Taxifahrten leider erheblich teurer als geplant. Einen ÖPNV gibt es nicht innerhalb der Stadt.

Nach einer Stunde Fahrt, vorbei an unzähligen kleinen Shops die teilweise das gleiche anbieten, haben wir unser Ziel erreicht.

Mr. Vibol von SCAO International erwartete uns in einer sehr kleinen Schule, treffender wäre der Begriff Blechbaracke, im Hinterhof. Hier haben die Kinder die Möglichkeit nach/vor der Government School Englisch zu lernen. Wochenweise im Wechsel, haben die Kinder Vor- oder Nachmittagsregelschule.

Die Kinder erhalten nicht nur kostenlosen Englischunterricht, sondern bekommen auch eine Reismahlzeit zum Frühstück. So wird das Elternhaus zusätzlich unterstützt.

Da der Platz vor der Schulbaracke nicht nur zu klein, sondern auch zu niedrig für mich ist, verlegten wir die Show zweimal um die Ecke auf eine kleine Brachfläche.

Neben 25 Kindern, 1 Mauergast, 4 Kühen, reichlich Hühnern und Hunden hatten wir noch einige besonderen Gäste:

Sieben junge Menschen aus Deutschland, die hier als Volontäre ein Freiwilliges soziales „Jahr“ machen und den Kids Englisch- und Sportunterricht anbieten.

Während des Umziehens wurden wir gefragt, ob jemand aus Langwedel sei. Brav meldete ich mich und wir durften mal wieder feststellen, wie klein diese Welt doch auch ist, denn sie hatte gestern erst mit einer Freundin in Langwedel geskypt. Unter Anderem sprachen sie auch über den Besuch der Clowns. Die Langwedeler Freundin erzählt ihr, es gib bei ihr im Dorf auch einen Clown der solche Projekte macht aber das könne er ja bestimmt nicht sein.

Und doch – er ist es.

Die Show kam etwas zögernd in Gange, doch immer mehr Fahrzeuge hielten an um unserem Treiben zuzuschauen. Tuk Tuks, Mopets, PKW´s, Fahrrad und ein kleiner Laster verstopften die Straße.

Dann brach die Sonne durch die Wolken und die ersten Kids standen auf und gingen in den Schatten eines großen Baumes. Wir reagierten sofort und nahmen alle mit dorthin und hatten weiter viel Spaß an unserer Show.

Während der Ballonschlucknummer hob die Kuh den Schwanz und erledigte ihr Geschäft. Nur kurze Zeit später stand ich mit meinen übergroßen Schuhen auch schon drin im warmen Haufen des Lachens.

Auf dem Rückweg dann noch „schnell“ zum Optiker, Ollies Brille brauchte eine Reparatur. Auf dem Weg dorthin holte der Driver noch seine Frau und seinen Sohn vorm Krankenhaus ab. Da alle Sitze schon durch uns besetzt waren, saßen die Beiden zwischen unseren Tüten mit Showklamotten und -koffer.

Weil bereits um 5.30 Uhr aufgestanden waren, hatten wir uns eine Mittagsstunde redlich verdient.

Morgen geht’s auch wieder so früh los, etwas weiter aufs Land außerhalb Phnom Penhs.

Sonnig-clowneske Grüße
Heiko