… um den Blog noch fertig zu schreiben und die Bilder auszusuchen, darum klingelt der Wecker heute schon um 6.15 Uhr.
Um 7.45 Uhr sitzen wir dann im Taxi, wir Glücklichen – heute mit Aircon.
Unsere erste Show spielen wir in einem Kindergartenprojekt der kambodschanischen NGO Kaemara deren Sponsoren „Terre des Homes“ und weitere Organisationen sind. Die Kinder sehr armer Familien werden hier von 6.15 bis 17.00 Uhr betreut und bekommen pädagogische Betreuung, Vorschulunterricht und dreimal am Tag Essen.
Hinter einem massiven Stahltor sitzen zwei kleine Gruppen auf Miniplastikstühlen und malen, spielen oder lernen. Unser heutiges Backstage ist ein kleiner stickiger Raum inmitten des Gebäudes.
Es wurden Kokosmatten ausgebreitet, auf denen die gut 40 Kindergartenkids Platz nahmen.
Schon kurz nach Beginn der Show gesellten sich wieder Zaungäste dazu, so hatten wir dann doch rund 60 begeisterte Zuschauer. Die jüngsten waren drei, die ältesten schon im Rentenalter.

Auf Grund der doch sehr jungen Kinderschar spielten wir unser Programm etwas actionärmer als bei anderen Gelegenheiten.

 

Da unser zweiter Auftritt erst gegen 16.00 Uhr sein wird geht’s zum Lunchbreak zurück ins Hotel. Es sind grad 91 Grad Fahrenheit und die meisten Einheimischen tragen lange Hosen, teilweise Jacke.

Einkaufen ist auch immer wieder ein Erlebnis. Heute besuchten wir den Lucky Supermarket, um uns für die nächsten Tage mit Frühstücksutensilien einzudecken. An den Preisen merkt man schon den Aufschlag für westliches Essen. Aber schon am frühen Morgen Reis, dass schaffen unsere Geschmacksnerven dann doch nicht.

Pünktlich um 14.00 Uhr stehen Sandy and Tom mit einem Minivan vor der Tür, denn eine Stunde im Tuk Tuk sind bei unseren Körpermaßen kaum zu bewältigen. Die Rushhour Phnom Penhs scheint von 6.00 – 22.00 Uhr zu gehen. Interessant sind die vielfältigen Ideen der Kambodschaner ihre Waren zu transportieren. Dazu sammle ich noch ein wenig und werden dann einen eigenen Blog dazu posten.

Wir sind auf dem Weg in jenes Viertel, Slums of Sen Sok, welches jeder nach Möglichkeit meidet. Hier leben die ärmsten Bewohner der Stadt. Das australische Ehepaar McPhee betreibt hier das „Thomas House“. Es bietet den Kindern und Familien vielfältige Unterstützung in allen Lebensbereichen wie Medizin, Hygiene, Familienplanung, Ernährung. Vor dem Gebäude haben sie einen kleinen Spielplatz errichtet. Im offenen Vorraum stehen viele unterschiedliche Spielsachen aus Holz und noch mehr aus Plastik für die Kinder zur freien Verfügung. Jeden Tag bereiten die Beiden 30 kleiner Eimer mit Reis, Gemüse und Fleisch vor, die sich die Ärmsten hier kostenlos abholen können.

 

 

 

 

Wir beginnen unsere Show vor rund 30 Kids. Zum Ende hat sich die Zuschauerzahl auf gute 70 erhöht.
Die Rückmeldung der beiden Kontaktleute: Wir haben die Kinder hier noch nie so lange etwas konzentriert verfolgen sehen. Ebenso haben sie sie niemals so lange und so laut Lachen gesehen.
Nun geht´s in der Dämmerung zurück in unsere Ferienwohnung.
Liebe Grüße nach Hause
Heiko