20.2. – 6: 15 – Aufstehen… Frühstücken… fertig machen…
7:20 Uhr und wir sitzen wieder im Taxi…
Gestern nach der Show waren alle zurück im Hotel sporadisch in Tiefschlaf gefallen.
Abends hatten Carola und Andreas noch eine lange Orgasession. Es sind noch Termine zu vergeben oder andere sind noch nicht bestätigt. Dazu werden wir von einer zur nächsten NGO durchgereicht und empfohlen. Das alles per Internet, Mail und Telefon zusammen zu bekommen ist offensichtlich nicht ganz einfach. Insgesamt werden es 30-35 Shows an 20 möglichen Spieltagen. Heute kommen Nr. 5 und 6…
Dummerweise sind wir heute mitten in die örtliche Rushhour geraten.
Da es heute weiter raus aus der Stadt geht, sitzen wir im Taxi. Für Spielorte in Umgebung unseres Hotels nehmen wir das Tuk Tuk.
Jetzt schwirren Mopeds, Roller und kleine Motorräder um uns herum, wie ein Bienenschwarm. auf die Fläche eines PKW passen 6-8 Mopeds und die sind Familienfahrzeuge. Mama, Papa und zwei Kids auf zwei Rädern sind hier völlig normal… Auch Kühl-/Gefrierkombinationen oder zwei ganze, jeweils halbierte Schweine lassen sich übrigens völlig problemlos auf 125ern transportieren!
10:30 – die erste Show ist durch und der erste Satz Klamotten ist durchgeschwitzt…
Wir sind hier, nach 1,5 Stunden Fahrt in einer ländlichen Gegend 30 km vom Hotel gelandet. Auch hier hatten Kids und Lehrer viel Spaß mit den crazy germans…
15 Minuten nach Showende geht es weiter zur nächsten Schule – vorbei an einer großen Pagode und über holprige Straßen vorbei an Reisfeldern und Lotusblütenteichen. Überall an den Straßenrändern reihen sich kleine Läden aneinander, wo man von Kokosnüssen über Mopedbenzin in Colaflaschen bis zu geköpften, nackigen Hühnern alles für den täglichen Bedarf erwerben kann.
13:00 – Die zweite Show ist fertig. Wieder hatten wir einen sehr herzlichen Empfang und 100 weitere Kids in einem Klassenraum schauten uns mit offenen Mündern und großen Augen zu. Gestern und heute waren wir an drei „Save poor Children in Asia Organization (S.C.A.O.)“ Schulen. Sie ermöglicht den bedürftigen Kindern der Umgebung kostenfreien Englischunterricht und die Vermittlung von EDV Kenntnissen als Ergänzung zu den staatlichen Schulen. Außerdem gibt es täglich eine kostenfreie Mahlzeit.
15:00 – A very special moment.
Wir haben noch Zeit und der Taxidriver (best of Phnom Penh) fährt uns noch etwas herum.
Jetzt stehen wir auf einer Fähre und fahren, ich kann es kaum fassen, über den Mekong. Jener ca. 4500 km langen Wasserlebensader Süd-Ostasiens. Für mich persönlich ein Erlebnis. Es folgt ein kleiner touristischer Abstecher nach Silk Island, wo wir uns traditionelle Herstellung und Verarbeitung von Seide anschauen. Sehr interessant und in der quirligen Großstadt Phnom Penh ein Ort der Ruhe. Auf dem Rückweg gönnen wir uns am Straßenrand noch einen Pott frisch gepressten Zuckerrohrsaft on the rocks, ein wahrlich köstliches Gesöff.
17:39 Endlich zu Hause, na gut im Hotel. Die Clowns machen sich kurz frisch und haben noch ein Treffen mit zwei Mitarbeiterinnen der GIZ, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.
Ich werde schon den halben Tag von zunehmenden Kopfschmerzen geplagt und bleibe hier.
Später noch Orga-Treffen und hoffentlich früher schlafen als gestern – morgen beginnt in aller Frühe (6 Uhr) wieder der Weckerterror. Es liegen drei Shows an zwei Orten an…
Gute Nacht nach Germany
Ollie