Dank dem großartigen Einsatz der Mitarbeiter der alten Schule, kamen wir heute zu drei begeisternden Auftritten in Hammersdorf. 
Wie es in vielen kleinen Dörfern hier üblich ist, ist Dorfkirche, Pfarramt und Schule von einem kleinen Gemäuer eingefasst. Die letzten Meter auf unbefestigtem, holprigen Boden führten uns leicht bergan in den Pfarrhof. Unterrichtsfach Sport im Pfarrhof war gerade angesagt, wurde aber durch unser Eintreffen unterbrochen. Schon hörten wir die ersten Rufe: Die Clowns kommen!
Der Pausenhof

Die deutsche Schule wurde vor einem Jahr renoviert und im September eröffnet.
Uns Begrüßt ein grosser herrschaftlicher weisser Saal in dem wir heute nacheinander 3 Auftritte spielen dürfen. 
Vor dem ersten Auftritt stimmen uns die Worte der Kontaktperson Elfriede Dürr ein:
Die Armut unter den Romas sei noch immer groß, dies hätte immer wieder zu Problemen geführt. Keiner wollte mehr alleinig mit der Polizei gegen sie vorgehen und so hätten sie beschlossen mit ihnen zu arbeiten, es soll zu einer nachhaltigen Verbesserung kommen. Für die Planungen der heutigen Auftritte seien nun alle Hilfsorganisationen zum ersten Mal gemeinsam an einem Tisch gesessen. Ein weiterer Schritt der Annäherung zwischen den Bewohnern des Dorfes und den Romas: Sie sollten auch wissen, welche Impulse sie hier mit ihren Auftritten setzen.
Unser Besuch sei heute für uns eine willkommene Gelegenheit das Miteinander dieser Personengruppen lebendig zu machen. Dazu kommen zu den 22 Kindern der hiesigen Schule heute sowohl die Kinder der ansässigen Dorfschule, die Kinder aus Nachbarorten (extra mit Bussen) und die Kinder aus der hiesigen Romasiedlung.
Mir kribbelte jedesmal wieder der Bauch als ich beim musikalischen Einzug die ersten Blicke der bunt gemischten Kindergruppe in mich aufnehmen durfte. Bei jedem Auftritt ließ die Begeisterung der jungen Zuschauer nicht lange auf sich warten. 250 Kinder feuerten uns an, riefen lauft unsere Namen und nahmen Anteil wenn Rosu mal wieder getröstet werden musste.
Die Jugendlichen beim zweiten Auftritt brachten sich bei der Ballsuche von Albastru mit Begeisterung ins Spiel mit ein und bekamen den Mund vor lauter Staunen beim Luftballonschlucken nicht zu.
In der dritten Runde konnten wir einer Roma Grossmutter ein Lächeln entlocken. Sie war mit ihrer 15 jährigen Tochter und deren Baby mitten unter den anderen Kindern sichtlich glücklich aber auch reserviert…
Die Mütter sollen lernen dass sie den Helfern vertrauen können. Bisher bestand viel Ablehnung, erklärt uns im Abschlussgespräch die Organisatorin. Romalehrern wird vertraut, anderen Helfern nicht. Roma haben Angst vor Verfremdung, vor dem Verlust ihrer Kultur und vor Strenge. 
Nach den Auftritten führten wir noch Gespräche mit der regionalen Zeitung und der allgemeinen deutschen Zeitung. 
Mit unserer clownesken Darbietung haben wir es heute sichtlich geschafft kleine Grenzen einzureissen. Ein schöner Anfang!
Peter