Was war das? Ein Wolf der grade in den Traum passte. Augen auf und, ah doch nur Nachbars Hund. Und das um 6.30 Uhr Ortszeit, zu Hause 3.30 Uhr. Der Jetlag ist schon nach zwei Tagen verflogen.
Um 10.00 Uhr war Abfahrt der Clowns. Dieses mal in Gebäude B des Kindergartens No. 36 in Nevjansk.
Die rund 60 Kids mit ihren 6 Betreuerinnen und einem Teil des Küchenpersonals beteiligten sich lautstark an unserem Programm.
„Fantastiko, fantastiko“ vernehmen unsere Ohren nach der Show von der Leiterin.
Ich, Haikowski, wurde sogar von der Kindergärtnerin darauf hingewiesen, dass ich den Luftballon noch zuknoten muss. Ich würd sagen: Schauspielski perfektski.

Die Zeit bis zur nächsten Show verbringen wir in unser Unterkunft zum Essen und Mittagstunde. Jetzt holt mich der Jetlag doch wieder ein.
Um 16.00 Uhr brechen wir wieder auf nach Nevjansk. In den Räumen einer Plüschtiernäherei spielten wir für die Näherinnen und ihre Kinder. Die Altersspanne ging somit von 2-80 Jahren. Wie schön das alle Ihren Spaß an den vier Clowns aus Deutschland hatten.
Die anschließende Fotosession im Ausstellungsraum war ein zusätzliches Highlight.
Nachtrag Gestern
17.00 Uhr und bei uns meldet sich der Hunger. Kurze Überlegung was es heute gibt. Der Sinn stand uns nach Bratkartoffeln.
Da im Haus nur noch wenige sind machen Holger und ich uns kurzerhand auf in den Dorfladen. 150m die von Schlaglöchern übersäte Straße auf der linken Seite.
Unterwegs begegnen uns mehrere Dorfbewohner. Mein Eindruck, dass sich begegnende Menschen nicht in die Augen gucken und freundlich grüßen, bestätigt sich auch hier.
Die Gesichtszüge der Menschen sind irgendwie leblos, grimmig. Lachfalten suche ich vergebens.
Im Laden dann mit Händen und Füßen versucht Kartoffeln zu kaufen. Gestikimpro half uns weiter. Im Laden gibt es keine Kartoffeln. Eine weitere Kundin redete auf russisch auf uns ein. Raus kam dabei, dass sie uns in Schlepptau nahm und die Straße hinauf unentwegt redend zu einem Haus führte vor dem an der Straße ein blauer Eimer stand. Da war klar, wo der Eimer an der Straße steht, gibt’s Kartoffeln zu kaufen.
Ans Fenster geklopft und eine kleine Babuschka machte das Hoftor auf. Der Weg führte uns dann in die Scheune in der säckeweise Kartoffeln lagern. Jetzt geht’s um die Menge, tree Kilo. Diese Einheit stand jedoch nicht zur Verfügung. Kartoffeln kauft man eimerweise was ca. 7 Kilo sind. Wir waren uns dann schnell handelseinig und zogen mit unserer Begleiterin weiter.
Nachdem die Straßenseite gewechselt war, deutete sie uns an, stehen zu bleiben und zu warten. Sie verschwand im Tor und kam einen kurzen Moment später mit einer Tüte eingelegter Pilze wieder raus und machte uns klar, diese sollen wir unter die Kartoffeln mischen. Das wäre sehr jamjam. Stimmt.
Ich liebe es in fernen Länden Einkaufsabenteur zu erleben.