Wenn es mal wieder anders kommt als man denkt… ich hatte gehofft, dass mein Knie durchhält. Doch mein Schleimbeutel hatte inzwischen die Form eines Papanasch angenommen. Dies ist eine unglaublich leckere rumänische Nachspeise, eine Art kugelrunder Krapfen mit einem kleinen runden Krapfen oben drauf und Sauerrahm und Marmelade on top. Daher habe ich, bzw. wir gemeinsam gestern entschieden – auch wenn es mir unglaublich schwer fiel – die Rolle der Violetta ruhen zu lassen und den Musikclown zu mimen. Unglaublich flexibel sind Rosu, Albastru und Verde. Sie stellen morgens nach dem Frühstück unsere Show um und zack geben sie zwei tolle Vorstellungen! 

Aber eins nach dem anderen. Gestern sind wir wieder gen Norden gefahren, diesmal nach Blaj zu einer Einrichtung der Caritas. Hier durften wir in der schönen und lichtdurchfluteten Volleyballhalle der führenden rumänischen Nationalmannschaft spielen. 

Schnell verwandelten Jonas und Peter die riesige Halle in eine tolle Bühne. Die Tribüne füllten 68, vorwiegend rumänischen Kinder aus dem Tageszentrum und der Nachmittagsbetreuung der Caritas und der Schule für behinderte Kinder. Unsere Zuschauer feuerten uns an, fieberten mit, lachten leise und laut, staunten und hatten jede Menge Spass und vor Freude glänzende Augen. Das geht mir jedes mal wieder unter die Haut. 


Warum schreib ich von rumänischen Kindern? Rumänien ist geschichtlich geprägt von seinen vielen Volksgruppen die hier leben, soweit wir erkennen können oft geprägt von einem nebeneinander. Es ist schön für alle zu spielen – die Rumänen, die Romas, die deutschen Sachsen, die Ungarn, usw. und so alle Unterschiede, Gemeinsamkeiten und auch Ressentiments zu sehen und zu erleben.


Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft wird in Rumänien sehr groß geschrieben, auch hier werden wir wieder zum Mittagessen eingeladen. Die Herzlichkeit ist nicht zu übertreffen.

Die Überraschung des Tages war der zweite Auftritt. Wir spielten nicht, wie gedacht, im Therapiezentrum für behinderte Kinder der Caritas, sondern in einem Tagungs- und Dokumentationszentrum der ortsansässigen Gasfirma. Die örtliche Behinderteneinrichtung der Caritas pflegt einen regen Austausch mit der Firma. Daher kam es für uns zu diesem aussergewöhnlichen Auftrittsort. 


Unser Publikum war heute Mittag deutlich kleiner, bestehend aus Kindern mit unterschiedlichsten Behinderungen, deren Eltern sowie den Mitarbeitern der Caritas. Sie machten unsere Show bunter, indem sie zuerst auf die „Bühne“ wanderten, dann Michis Trommel inspizierten und schließlich unseren tollen großen Showkoffer entdeckten. 

Auch hier wurde unsere Show mit größter Begeisterung aufgenommen, vor allem als unser Magier Verde, Rosu und Albastru in Tiere verwandelte und diese als Hund, Katze, Pferd, Bär oder Mücke vorwiegend Kontakt zu unseren kleinen Gästen suchen lies. Allen hat es so gut gefallen, dass dass wir eingeladen wurden jederzeit wiederzukommen.


Abschließend erörterten wir, anlässlich unserer Tour, bei unserer Pressekonferenz das Thema
Liebe Kinder … ihr verzaubert uns alle … herzlichen Dank dafür!



Im Anschluss an unsere Show hatten wir noch die Möglichkeit das Therapiezentrum der Caritas anzusehen. Wir waren beeindruckt von dem umfassenden Therapieangebot, den schönen Räumlichkeiten und der Ausstattung des Hauses. Hier werden ca. 60 Kinder und Jugendlich im Alter von 3-20 Jahren therapiert, betreut und begleitet.    

Der Baum der Freunde (Caritas)
Zuhause angekommen erwartete uns Adrian, der Vermieter unseres Appartements und sein Vater zu einem Grillabend. Es folgte ein interessanter Abend mit vielen Geschichten über Rumänien. Wir hatten viele Fragen und natürlich folgten auch einige persönliche Geschichten, gepaart von gutem Essen…. und schon wieder ist sie da, diese wunderbare warme und herzliche rumänische Gastfreundschaft!


Danke, herzlich
Uta​