Bokel liegt am geographischen Mittelpunkt Schleswig-Holsteins und besteht aus ca. 600 Bewohner und vielen Hippies mit Bauwägen. Großartig! Heiko ist dort bekannt wie ein großer Hund.
150 Menschen, davon sogar mehr Erwachsene als Kinder waren bei unserer öffentlichen Generalprobe um 18 Uhr.
Die Gemeinde lud per Handzettel und Brief die einzelnen Haushalte sowie Flüchtlingseinrichtungen in der Gegend zu unsrer Show mit anschließendem Grillen (150 normale + 6 vegetarische Würschtl) in der örtlichen Turnhalle ein.
Und genau hier fand die allerersten Proben der Clowns ohne Grenzen Deutschland im September 2007 für die erste Reise nach Rumänien statt.
Welch heiliger Boden!

Kurz vor Auftritt kam die allgemeine Aufregung – bei der einen mehr, beim andern weniger.
Johanna schoß das Pulver über, Holgers Augenbrauengebüsch musste gestutzt und frisiert werden und Heiko war noch mit auswendig lernen unserer neuen russischen Namen beschäftigt.
Johanna = Matryonka
Holger = Khleb (Brot)
Heiko = Heikovski, Heikowitz, Heikowitsch oder Heikowitzko
Miriam = Kaputtschka
…is aber auch nicht leicht…
Unsere Show, die wir Dank Stefan Schiegl am Tag zuvor zusammenbastelten, kam in traditionell russischer Manier und Feierfreude mit Musik, Tätääää und waghalsiger Akrobatik otschi (sehr) charascho (gut) an.
Heute Abend 19:10 Uhr steigen wir alle gemeinsam in Hamburg in den Flieger (zunächst in den finnischen Sonnenuntergang nach Helsinki, von dort aus nach Jekaterinburg, 1.800 km östlich von Moskau). Ankunft 04:55 Uhr (Ortszeit + 3 Stu.).
Dort treffen wir auf Stefan, einem Deutschen, der dort immer wieder für ein paar Monate lebt, den wir bisher noch nicht kennen, der uns jedoch angeschrieben und für die kommende Woche eingeladen hat. Bis 25. September werden wir in russischen Schulen, Waisenhäuser und sonstigen Einrichtungen spielen.
Wir sind voller Vorfreude und Neugier… auch, was das Internet dort angeht. Voraussichtlich wird es in den ersten Tagen schwierig sein den Blog zu erstellen. Wir bitten hiermit bereits um Geduld und versichern, uns so bald wie möglich zu melden.
Woah-hahahaha – hey!
Fotos Kai Eckardt