Der vorletzte Tag beginnt ganz entspannt und wir hätten nicht damit rechnen können, wie er weiter verlaufen würde. Heute durften wir ein wenig länger schlafen und vor der ersten Show um 14 Uhr (so geplant) konnten wir uns eine Fahrt im weltbekannten und kunterbunten Riesenrad im Freizeitpark von Nizhny Tagil nicht entgehen lassen. Puh, war das aufregend. Bestimmt in 20 Metern schwindelnder Höhe und der Frage im Kopf, ob die rostige Konstruktion wirklich noch hält (was sie nicht verspricht) stellten wir uns seelisch auf den nächsten Club-Gang ein.
Ein bisschen am Stadtrand von Tagil fuhren wir zum Club Drebezgi. Es riecht nach abgestandenem Bier und kaltem Rauch. Hmm, wir entscheiden doch lieber draußen zu spielen, da die Sonne eh so schön in der Nase kitzelt. Perfekten Platz für den Vorhang gefunden, Banner platziert, umgezogen und geschminkt und kurz vor Showbeginn…trommelwirbel…sind schon zwei Kinder da!
Es war uns nicht ganz klar, woher die Gäste zu diesem Club in Mitten von nicht ganz künstlerischen Hochhäusern kommen sollten. Der Besitzer hatte seinem Personal gesagt, dass die alle einladen sollen. Mit den potenziellen Gästen entschieden wir dann gemeinsam den Spielort vor ein Einkaufszentrum in der Nähe zu verlegen. Gesagt, getan spielten wir dort vor Rund 40 Leuten. Der Wachmann ließ sich auch nur kurz blicken, hielt einen Schwatz mit Organisations-Stefan und schaute mit Sicherheitsabstand wohlwollend ein paar Minuten zu- wir durften also ohne große Komplikationen spielen.
Die zweite Show spielten wir dann vor ein paar Hand voll Leuten direkt vorm Club. Schön und besonders war es in bzw. vor dieser ungewöhnlichen Location.
Nun verlassen wir Nizhny Tagil wieder; bedanken uns bei den Leuten vom Park Inn Hotel für die Gastfreundschaft und vermissen schon jetzt auf dem Weg ins idyllische Byngi die dicksten Rauchwolken vom größten Stahlwerk, welche ganz besonderes Flair über die Stadt gelegt haben.
Morgen ist dann schon der letzte Tag und dann heißt es „Doswidanje“ und bis zum nächsten Mal!