In Indien sind besonders Kinder von Armut betroffen. Oft verlassen sie ihr ländliches Zuhause und glauben, dass sie in den großen Metropolen ein besseres Leben vorfinden und werden zu Straßenkindern, die um ihr tägliches Überleben kämpfen. Indien ist auch das Land mit der höchsten Zahl an Kinderarbeitern weltweit. 10 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren gehen zwangsweise arbeiten, zumeist in der Landwirtschaft. Oft weil sie Kredite zurückzahlen müssen, die sie selbst oder die Eltern aufgenommen haben. In dieser Schuldknechtschaft arbeiten die Kinder oft 12-16 Stunden am Tag ohne Arbeitsverträge, ohne jegliche soziale Absicherung, ohne Zugang zu Schule und Bildung, und das, obwohl es den „Right to Education Act“ gibt, ein Gesetz, das Bildung als Grundrecht für Kinder anerkennt.
Itinerary Date :07.01.2026Die Vorbereitungen (oder: Wie alles anfing zu kribbeln)
01.01.2026
Vier Clowns machen sich vom 7. bis 24. Januar auf den Weg nach Indien.
Bevor die Reise beginnt, musste natürlich erst einmal geübt werden. Sehr ernsthaft.
Also … so ernsthaft, wie Clowns eben üben können.
Die Vorbereitungen fanden sowohl online in gemeinsamen Zoom-Treffen als auch bei zwei Probenwochenenden in Bonn statt – dort, wo fast alle Clowns leben. Fast alle. Toni reiste jedes Mal extra an. Er ist ein waschechter Bayer.
Im Alltag heißen sie Arne, Daniele, Toni und Julie. Doch kaum werden die roten Nasen aufgesetzt, verwandeln sie sich in Ratsch, Ritschi, Lali und Boss. Und plötzlich wird alles ein kleines bisschen schräger.
Ein ganzes Wochenende lang wurde intensiv an der Show gearbeitet: Es wurde gestolpert, gelacht, neu erfunden, Einsätze gingen verloren und tauchten wieder auf. Manchmal schien klar: Das klappt nie. Und fünf Minuten später ebenso klar: Das klappt GENAU so.
Zwischendurch gab es Kaffee, lebhafte Diskussionen über Bewegungen, Requisiten und Gags – und immer wieder dieses gemeinsame Lachen, das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.
Ein besonderer Meilenstein war die Aufführung im Haus der Familie. Endlich Publikum, endlich echte Reaktionen. Spätestens dort wurde klar: Die Show lebt – und sie ist bereit zu reisen.
Nun sind die Koffer fast gepackt, die roten Nasen poliert und die Vorfreude wächst.
Indien wartet.
Und die Aufregung ist groß.
Fortsetzung folgt.
#clownsohnegrenzen #clownswithoutbordersgermany
Ankommen, Juhu und große Vorfreude
07.01.2026
1. Ankunft: Von Schnee zu Sonne
Gestern ging es los – bei eisiger Kälte in Frankfurt. So kalt, dass es schneite.
So kalt, dass unser Flugzeug erst einmal eine gute halbe Stunde über den Flughafen rollte wie ein Auto auf Parkplatssuche in einer Grossstadt um dann zwischen zu parken.
. Dort warteten bereits zwei Sonderfahrzeuge, die unsere Flügel sorgfältig enteisten. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen, .
Dann aber: Abheben. Ruhiger Flug. Alles ganz normal.
Und schließlich die Landung in Indien – bei über 30 Grad, Sonnenschein und brestem Hochsommer Wetter. Gerade noch Schnee, jetzt Schweiß. Ein Kontrast, wie ihn nur eine Clownsreise liefern kann.
Der erste Eindruck von Indien ist laut. Überall wird gehupt. Autos, Rikschas, Roller – alles bewegt sich gleichzeitig, scheinbar ohne Regeln. Es wirkt wie ein einziges großes Chaos. Und doch: Dieses Chaos lebt. Es ist bunt, voller Menschen, voller Geräusche, voller Geschichten. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Indien empfängt uns mit offenen Armen – und eben auch mit offenem Lautstärkeregler.
2. Juhu, wir leben in Juhu
Unser Stadtviertel heißt Juhu.
Und ja – Clowns, die in Juhu wohnen. Das passt einfach.
Juhu liegt direkt am Strand.
Juhu ist quirlig, lebendig, voller Energie – und irgendwie genau richtig für vier Clowns, die hier gelandet sind. Wir fühlen uns mitten im Geschehen und gleichzeitig herzlich aufgenommen.
3. Proben, Begegnungen und große Aufregung
Heute haben wir im Hof unseres Hotels noch einmal unsere Show geprobt. Zwischen Palmen, Sonne und neugierigen Blicken wurden Gags sortiert, Wege ausprobiert und letzte Feinheiten geschärft. Die Show ist bereit.
Am Abend trafen wir Rupesh den Gründer von Clowns ohne Grenzen in Indien.
Er hat einen großen Teil unserer Auftritte hier organisiert. Gemeinsam saßen wir beim Abendessen, tauschten Geschichten aus, lachten viel und spürten, wie besonders dieses Zusammentreffen war. Es war ein warmes, offenes und sehr herzliches Miteinander. Wir sind Rupesh und den Clowns ohne Grenzen Indien sehr dankbar und gluecklich über diesen Kontakt.
Jetzt wächst die Vorfreude – und die Aufregung.
Denn morgen beginnen unsere ersten beiden Shows in verschiedenen Kindereinrichtungen hier in Mumbai.
Wir sind bereit.
Ein bisschen nervös. Ein bisschen sehr nervös aber auch
Sehr gespannt.
Und voller Freude.
Fortsetzung folgt.
Nachtrag: Auf den Weg von Bayern nach Frankfurt ist Tony dem Regisseur Marcus H. Rosenmüller begegnen und er war begeistert und wünschte und alles Gute für die Reise.
📸 Pictures by Clownsteam














