2026 Ägypten


04.06.2026 - 30.06.2026

Anita, Max, Sonja (Clowns), Maike (Projektleiterin), Kamar (Logistikerin)


Itinerary Date :13.06.2026

Zum ersten Mal in Ägypten

04.06.2026

Dieses Jahr führt uns eine unserer Reisen zum ersten Mal nach Ägypten.

Unser Team besteht aus den Clowns Anita als Kushari, Max als Tahini und Sonja als Falafel, sowie als Projektleiterin Meike, und unserer libanesischen Logistikerin Kamar, die nach Kairo mitgekommen ist. Wir freuen uns besonders, dass es einmal mehr gelungen ist, das Projekt gemeinsam mit der „Karawane der Menschlichkeit“ auf den Weg zu bringen. Immerhin nun schon zum sechsten Mal. Auf der Seite der Karawane ist die mobile Malwerkstatt mit Anja, Martin und Mirna dabei, sie bietet den Kindern die Möglichkeit sich künstlerisch auszudrücken und ihre Erlebnisse und Erfahrungen dadurch besser verarbeiten zu können. Pascal und Bruno, von der „Karawane der Menschlichkeit“ sind auch mit dabei und unterstützen uns organisatorisch, sowie mit ihren atemberaubenden Fotoaufnahmen.

Warum eigentlich Ägypten? Wenn man an Ägypten denkt, sind da die Pyramiden, das Meer, viele Touristen… Aber die politische Situation hier ist ziemlich komplex, das Land grenzt an den Gazastreifen und Israel, an Libyen und im Süden an den Sudan. In Ägypten sind laut UNHCR geflüchtete Menschen aus 62 Ländern registriert.

Auf der Tour wollen wir vor allem den Schicksalen der Menschen aus dem Gazastreifen und dem Sudan nachgehen, wo jeweils neue Maßstäbe an Armut und Grausamkeit gesetzt werden. Die aktuelle Geschichte des Gazastreifens haben wohl quasi alle in den letzten Jahren verfolgt, aus Gaza sind weit über 100.000 Menschen in Ägypten gelandet; aus dem Sudan sind seit Kriegsbeginn im April 2023 rund 1,5 Millionen Sudanesen nach Ägypten geflohen.

Wie immer ist uns Anliegen und große Motivation, diesen Menschen etwas Freude und Leichtigkeit zu bringen. Die Vorbereitungen gestalteten sich allerdings alles andere als einfach, da es für jede Show eine eigene Genehmigung benötigt und wir uns in der Öffentlichkeit möglichst unauffällig verhalten sollten.
Ein Clown? Unauffällig? Das ist doch ein Widerspruch in sich. Aber gut, wir sind bereit und werden sehen, was möglich ist, wenn wir erst mal vor Ort sind.

Dachansicht einer Stadtlandschaft mit alten Gebäuden, großen Satellitenschüsseln, Wassertanks und Hochhäusern im Hintergrund unter einem dunstigen Himmel. Der Cairo Tower erhebt sich bei Sonnenuntergang hoch über der Skyline der Stadt, umgeben von verschiedenen Gebäuden, darunter ein Gebäude mit einer rosafarbenen Kuppel im Vordergrund und ältere, verwitterte Gebäude darunter. Ein alter Metallaufzug mit einer dekorativen schwarzen Gittertür, Kontrollknöpfen und Schildern mit der Aufschrift "Nur für 3 Personen" und "Rauchen verboten" in Englisch und Arabisch befindet sich in einem abgenutzten Innenbereich. Ein Pferd zieht eine lila-schwarze Kutsche mit Fahrgästen unter einer Betonbrücke durch eine Stadt, während in der Nähe eine Person auf einem Motorrad parkt. Ein bunter Imbisswagen mit einem rauchenden Grill steht auf einer Stadtstraße, umgeben von geparkten Autos und alten Gebäuden mit Ladenschildern. Eine Person im orangefarbenen Hemd geht in der Nähe. Ein Mann fährt mit dem Fahrrad auf einer Stadtstraße und balanciert ein großes, mit Brot gefülltes Holztablett auf seinem Kopf. Im hellen Sonnenlicht fährt er an alten Gebäuden und geparkten Autos vorbei. Vier Menschen, drei draußen und einer in einem rosafarbenen Tuk-Tuk, lächeln und zeigen Daumen nach oben auf einer belebten Stadtstraße mit Geschäften und Grünflächen im Hintergrund.

Im Land der Pyramiden

06.06.2026

Nachdem wir einen Tag lang angekommen waren und nochmal alles für die Tour vorbereiteten, konnte am zweiten Tag gleich unsere erste Show nicht stattfinden, da wir die Genehmigung der Behörden trotz langer Vorarbeit nicht rechtzeitig erhalten haben. Aber dank Anita, die ständig am Vernetzen ist, konnten wir uns spontan mit lokalen Clowns treffen um eine gemeinsame Jam-Session zu machen. Auch wenn der Premierentag somit ganz anders lief als geplant, wurde es ein tolles Willkommen, um sich interkulturell auszutauschen, gemeinsam zu trainieren und dadurch voneinander zu lernen.

Am dritten Tag nun ging es endlich los. Unsere erste Show spielten wir für die Majd Alamgad Refugee led organization, in der etwa 60 Kinder, mehreren Erwachsenen aus dem Sudan und dem Südsudan, aus Syrien, Eritrea, Yemen, Somalia und Äthiopien gekommen waren. Von den Balkonen wurden wir auch bestaunt und der Straße blieben immer wieder Leute stehen und ließen sich in unsere Show einbinden, was uns natürlich total freute und uns ein kleines bisschen stolz machte.

In vielen Gesprächen der ersten Tage erfahren wir mehr von der dramatischen Situation vieler Sudanesen in Ägypten. Wir lernen zu allererst, dass alle Nicht-Ägypter im Land, unabhängig von wo sie kommen und vom Grund ihres Aufenthalts, „Gäste“ genannt werden. Seit dem Kriegsausbruch im Sudan im April 2023 mussten Millionen Menschen fliehen. Viele suchten Schutz im Nachbarland Ägypten, um von dort aus weiter nach Europa zu reisen – doch seit einer strategischen Partnerschaft zwischen der EU und Ägypten im März 2024 ist dieses Unterfangen alles andere als leicht umzusetzen.

Immer wieder wird uns erzählt, dass die Menschen Angst haben, nicht bleiben zu dürfen; sie sind sehr dankbar, wenn sie Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung oder sicherem Wohnraum bekommen. Besonders schwierig ist die Situation für Frauen mit ihren Kindern, wenn sie in ständiger Unsicherheit leben müssen. Diejenigen, die helfen, haben wiederum die Herausforderung, die Finanzierung für die Miete, Lehrergehälter und Schulmaterialien auf die Beine zu stellen.

Heute aber, für einen Nachmittag, sind die Sorgen weggeblasen und alle freuen sich über diese wunderschöne Begegnung. Und wir auch darüber, dass unsere Feuertaufe á la bravour bestanden ist.

Drei als Clowns verkleidete Personen treten gemeinsam im Freien auf; einer spielt eine mit Aufklebern bedeckte Gitarre, während die beiden anderen lebhaft gestikulieren, alle tragen bunte Kleidung und rote Clownsnasen. Im Hintergrund wird Wäsche aufgehängt. Drei als Clowns verkleidete Straßenkünstler mit roten Nasen und bunten Kostümen unterhalten gemeinsam. Einer trägt ein rosa Kleid und eine Gitarre, ein anderer einen gelben Hut und der dritte eine helle Latzhose, alle lächeln und sind gut gelaunt. Ein Clown mit Rucksack und roter Nase gibt einer Gruppe lächelnder Kinder, die eifrig ihre Hände in die Höhe strecken, ein "High Five" und schafft so eine fröhliche und lebendige Atmosphäre. Zwei Frauen sitzen dicht beieinander; die eine trägt eine rote Clownsnase und ein Stirnband und spielt Flöte, während die andere, mit herzförmiger Sonnenbrille und geblümter Kleidung, aufmerksam zuhört. Beide scheinen in einen spielerischen, kreativen Moment vertieft zu sein. Eine als Clown verkleidete Frau in einem rosa gestreiften Kleid mit roter Nase spielt Gitarre, während zwei lächelnde Kinder die Gitarre anfassen. Andere Kinder schauen im Hintergrund zu, und bunte Wandmalereien schmücken die Wand hinter ihnen. Drei Clowns treten vor einer Gruppe von Kindern und Erwachsenen auf, die auf Stühlen in einer engen Gasse sitzen, über denen Wäsche hängt und die von Wohnungen umgeben sind. Eine Gruppe von Kindern sitzt eng zusammen auf Stühlen im Freien. Ein Junge gestikuliert angeregt, während er spricht, während die anderen zuhören oder sich umschauen. Das Sonnenlicht hebt ihre Gesichter hervor, und der Hintergrund ist unscharf. Zwei Clowns treten im Freien auf; der eine im Vordergrund gestikuliert mit offenen Armen, während sich der andere, der mit gestreiften Leggins und einer roten Nase bekleidet ist, nach vorne beugt. Sie sind von Betonwänden und Fenstern umgeben. Zwei Straßenkünstler unterhalten eine Gruppe von Kindern, die im Freien in einer Gasse sitzen, umgeben von abgenutzten Gebäuden, Wandkunst und Bäumen. Einige Kinder sitzen in Kinderwagen, während andere lächelnd und interessiert zusehen. Eine Frau in einem hell gestreiften Kleid, die eine Gitarre in der Hand hält, kniet nieder, um mit einem kleinen Jungen in einem rosafarbenen Hemd zu sprechen, umgeben von anderen Kindern und Erwachsenen in einem Innenraum. Die Atmosphäre wirkt freundlich und einnehmend. Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen lächelt im Freien, versammelt um zwei Clowns mit Musikinstrumenten. Die Clowns tragen leuchtende Kostüme und rote Nasen; im Hintergrund hängt Wäsche, was eine festliche, fröhliche Atmosphäre schafft.

Die Schluchten der Stadt

09.06.2026

Die nächsten drei Tage sind wir mit dem UNHCR verabredet, der erste führt uns ins Community Center der UNHCR im Maadi Viertel, die beiden anderen ins örtliche Hauptquartier. Auf unseren Wegen durch die Stadt merken wir spätestens jetzt: Kairo ist rieeeeesiiiiiigggg. So groß wie das Rhein-Main-Gebiet? Größer? Und je heißer es jeden Tag wird und lauter und chaotischer, desto unendlicher fühlt es sich an. Das Thermometer zeigt 43°C.

Da das Center in Maadi eine Einrichtung ist, bietet sich uns ein anderes Bild als in den Flüchtlingslagern aus vorherigen Reisen. Da wo wir oft Teppiche im Matsch gesehen hatten, finden wir hier gefliesten Boden vor. Auch hier besteht unser Publikum aus Kindern vieler arabischer und afrikanischer Nationen mit ähnlichen Schicksalen, die uns mit weit aufgerissenen Augen und schallenden Lachen aufmerksam verfolgten. Was für ein Spaß!

Als wir am Tag danach im Hauptquartier der UNHCR ankommen, müssen wir erstmals unsere Ausweise abgeben und bekommen dafür einen Besucherpass umgehängt. Wir sind ready und voller Tatendrang, als wir uns durch ein paar schmale Gänge schlängeln wird uns klar, dass abertausende Menschen hier stundenlang ausharren müssen, aktuell sind es etwa zwischen 2500 und 4000 Menschen, die hier auf ihre Registrierung und die damit erhoffte Aufenthaltsgenehmigung warten. Die Stimmung ist angespannt und bedrückt… Natürlich, denn viele von ihnen wissen nicht wie es weitergeht. Man spürt und sieht es vielen an, was sie durchlebt haben müssen um hier zu sein. Vor allem die Ungewissheit macht ihnen zu schaffen.

Ähnlich wie bei unserer Reise nach Marokko wird uns auch hier erzählt, dass die EU vor zwei Jahren mit Ägypten ein umfassendes Abkommen zur Zusammenarbeit und zum – wie es genannt wird – Migrationsmanagement unterzeichnet hat. Solche Vereinbarungen gibt es auch mit Tunesien, Libanon, der Türkei und anderen Mena-Staaten, in der wirtschaftliche Hilfe seitens der EU auf der einen Seite steht; dafür verpflichten sich die Staaten andererseits, die Weiterreise der Menschen nach Europa zu verhindern. Wie sie das machen, ob sie den Gästen Rechte einräumen und welche Mittel und Maßnahmen sie dabei einsetzen, bleibt den Staaten selbst überlassen.

Neben dem großen Wartesaal ist ein kleines Zimmer, in dem schon etwa 50 Kinder auf dem Boden hocken und warten, dass endlich etwas passiert. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Schon während unseres Intros bricht das Eis und schallendes Lachen erfüllt den Raum. Ein kleiner Junge kann sich vor lauter Aufregung und Begeisterung einfach nicht stillhalten und will immer zu uns auf die improvisierte Bühne kommen.
Das wundervolle dabei ist, dass andere Kinder ihn liebevoll aber bestimmt zurückholen, damit es ja weitergehen kann. Herrlich!! Wir blicken in dankbare Augen, was für ein Geschenk!

Vollkommen beseelt und gleichzeitig zutiefst berührt ziehen wir unter johlendem Applaus von Dannen.
Aber nur für eine kurze Verschnaufpause. Wir werden hier heute und morgen noch drei weitere Shows spielen. Singend und spielend hüpfen wir durch die überfüllten Wartehallen und schaffen es trotz der Schwere, wunderschöne Begegnungen zu kreieren. Pitschnass, fix und fertig aber auch voller magischer Momente im Herzen fahren wir in unser Hostel zurück.

Wie jeden Abend motivieren wir uns gegenseitig zu einer Feedbackrunde mit Organisation für den nächsten Tag, bevor wir müde in unsere Betten fallen.

Ein als Clown gekleideter Mann mit schwarzem Hut, roter Nase, blauer Weste und Fliege zeigt nach vorne, während er ein Partyhorn im Mund hält. Er wirkt lebhaft und unterhält ein Publikum in einem Innenraum. Eine Frau mit braunem Kopftuch steht hinter einer Glastür mit der Aufschrift "Lab 1 Youth Program" und blickt nach draußen, während im Vordergrund ein junges Mädchen steht, das leicht unscharf ist. Ein als Clown verkleideter Mann, der einen gelben Hut, eine blaue Weste, ein rosa Hemd, eine blaue Fliege und eine rote Clownsnase trägt, gestikuliert lebhaft mit aufgeblasenen Wangen in einer hell erleuchteten Innenumgebung. Eine Frau mit gelbem Kopftuch umarmt einen kleinen Jungen, der von anderen Kindern umgeben ist, und vermittelt so einen Moment der Fürsorge und Unterstützung. Ein Clown in bunter Kleidung und mit roter Nase tritt mit Tüchern vor einem Kinderpublikum bei einer UNHCR-Veranstaltung auf. Ein anderer Darsteller steht im Hintergrund. Ein als Clown verkleideter Darsteller klammert sich dramatisch an eine geschlossene Holztür und unterhält ein Kinderpublikum in einem Innenraum. Eine andere Person hält dem Clown eine gelbe Requisitenschleife entgegen. Zwei Clowns treten vor einem Publikum von Kindern auf. Ein Clown trägt eine Fliege und eine Weste, während der andere in einem grünen Kleid spielerisch einen gelben Luftballon hochhält. Die Kinder schauen von ihren Plätzen aus aufmerksam zu. Ein Mann mit Einhornhut und grünem Hemd führt einem Publikum einen Jo-Jo-Trick vor; eine als Clown verkleidete Person schaut im Hintergrund zu. Ein junges Mädchen mit geflochtenen Haaren und blauem Hemd gestikuliert ausdrucksstark, während es in einem Klassenzimmer oder bei einer Veranstaltung spricht, während andere Kinder und ein erwachsener Jongleur im Hintergrund verschwimmen. Ein Künstler in blauer Weste, orangefarbenem Hemd und Fliege jongliert Keulen für das Publikum. Er balanciert eine Keule auf seiner Nase und schaut nach oben, während eine Person in der Menge mit einem Smartphone filmt. Zwei lächelnde Kinder stehen mit drei als Clowns verkleideten Erwachsenen, die bunte Kostüme, Perücken und rote Nasen tragen, in einem hellen Raum. Ein Clown hält eine Gitarre und alle posieren fröhlich für das Foto. Drei Personen posieren zusammen und lächeln. Zwei sind als Clowns mit roten Nasen, bunten Kleidern und Gesichtsbemalung gekleidet, eine hält eine mit Aufklebern bedeckte Gitarre. Die Person in der Mitte trägt eine Brille und ein gemustertes Trachtengewand. Ein Clown in farbenfroher Kleidung und mit rotem Hut jongliert Keulen vor einer Gruppe von Kindern, die auf blauen Matten sitzen und lächelnd die Vorstellung in einem dekorierten Klassenzimmer verfolgen. Ein Künstler in einem bunten Kostüm und einer Maske spielt Gitarre für eine Gruppe lächelnder Kinder in einem farbenfrohen, mit Postern, Zeichnungen und Bastelarbeiten dekorierten Klassenzimmer. Ein Erwachsener steht in der Nähe, klatscht mit und beobachtet die fröhliche Szene.

Weit mehr als nur Fata Morgana

11.06.2026

Heute wollen wir einmal ein ganz herzliches Dankeschön an Kamar sagen, unsere Dolmetscherin, Logistikerin und Freundin, ohne die wir manchmal ziemlich aufgeschmissen wären. Wie schon in Beirut ist sie auch hier in Kairo mit dabei und hilft uns ein ums andere Mal aus jeder Patsche. Durch ihre unglaubliche Menschenkenntnis und Offenheit erleichtert sie alles enorm für uns. Natürlich auch, weil sie arabisch spricht und als Bindeglied zwischen den Kulturen fungiert, hamdullah!

Wir fahren hinaus aus der Stadt an den Rand des Nildeltas und besuchen Sekem, ein riesengroßes Projekt mitten in der Wüstenlandschaft.. Sekem wurde gegründet, um die biodynamische Landschaft in Ägypten bekannt zu machen und Bildung im Agrar-Bereich zu ermöglichen; dies mittels angeschlossener Universität, medizinischem Zentrum und einer Stiftung. Eine der größten Erfolge von Sekem war, in Jahrzehnte langer Überzeugungsarbeit die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft in Ägypten um sage und schreibe 90% zurückzudrängen.

Die angegliederte Schule ist heute unser Ziel. Viele Kinder die hierherkommen, sind aus den angrenzenden Dörfern. Für sie spielen wir die bislang größte Show auf einer richtigen Bühne in einem beeindruckend großen Saal. 300-350 Kinder und das Lehrpersonal warten gespannt auf unsere Kunststücke.

Am Ende gibt es wie immer ein großes Abklatschen und wundervolle persönliche Begegnungen. Und da ist sie wieder die Magie…. Unglaublich… ein kleines Mädchen nimmt die Zahnbürste von Tahini und wirbelt sie um ihren Finger als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte. Falafel kriegt es bis heute nicht hin.

Ein Künstler balanciert auf der Bühne eine Gitarre aufrecht auf seinem Kinn und unterhält das sitzende Publikum. Er trägt farbenfrohe Kleidung und Requisiten, und hinter ihm stehen auf dem Boden ein Koffer und andere Gegenstände. Ein Künstler mit einer großen, mit Aufklebern übersäten Gitarre unterhält ein sitzendes Publikum aus Kindern und Erwachsenen in einem hellen Innenraum. Die Zuschauer blicken zur Bühne und beobachten aufmerksam, wie er lebhafte Mimik zeigt. Zwei Clowns treten auf einer schlichten Holzbühne vor einem sitzenden Kinderpublikum auf. Ein Clown hält eine Gitarre in der Hand, während der andere eine verspielte Pose einnimmt. Die Kinder schauen aufmerksam vom Boden aus zu. Ein Clown mit roter Nase, gelbem Hemd, blauer Weste und lila Hose tritt lebhaft auf einem Holzboden auf; auf einem kleinen Tisch liegen Papiere, und neben ihm auf dem Boden steht ein Hut. Ein als Clown verkleideter Künstler, der ein gelbes Hemd, eine blaue Weste und eine lila Hose trägt, jongliert, während er auf dem Rücken balanciert, und unterhält ein sitzendes Publikum aus Kindern und Erwachsenen in einem geräumigen Raum mit nacktem Boden und weißen Wänden. Ein Darsteller in einem bunten Kostüm jongliert, während er nach oben blickt, und unterhält ein sitzendes Publikum aus Kindern und Erwachsenen auf einer kahlen Bühne mit blassem Hintergrund. Drei Darsteller unterhalten eine sitzende Gruppe von Kindern in einer Turnhalle oder einem Saal. Eine trägt ein rotes Kleid und hat eine Gitarre dabei, eine andere beugt sich nach vorne, und eine dritte in gestreiften Strumpfhosen balanciert auf einem Hocker. Das Publikum schaut gebannt zu. Ein Mann in einem roten Hemd führt auf einer Bühne vor einem Publikum aus sitzenden Kindern und Jugendlichen einen Diabolo-Jongliertrick vor. Ein Künstler in rotem Hemd und Jeans führt auf der Bühne einen Diabolo-Trick vor und wirft das blaue Diabolo hoch in die Luft, während das Publikum im Vordergrund zusieht. Drei Erwachsene, die als Clowns mit roten Nasen, Gesichtsbemalung und bunten Kostümen verkleidet sind, stehen drinnen und posieren für ein Selfie, wobei sie lustige Gesichter schneiden. Ein Clown trägt einen Rucksack, ein anderer einen glitzernden Hut. Eine Darstellerin in einem leuchtend pink-orange gestreiften Kleid, mit Zöpfen und einem Stirnband, unterhält auf einer Holzbühne ein sitzendes Publikum aus Erwachsenen und Kindern. Neben ihr liegen Requisiten verstreut.

Die Rätsel der Sphinx

13.06.2026

In unseren letzten drei Spieltagen müssen wir zwar das berühmte Rätsel der Sphinx nicht lösen, begegnen jedoch nochmal ganz neuen Aspekten und Fragen an ungewöhnlichen Orten. Beginnend in der Früh sind die Clowns in einem anthroposophischen Kindergarten. Unsere Blicke treffen sich… brauchen die uns hier wirklich so dringend? Aber dann erzählt uns die Leiterin mehr von ihrem Projekt. Die etwas reicheren Familien und Eltern bezahlen mehr, damit die Ärmeren sich es auch leisten können, ihre Kinder in den Kindergarten zu bringen. Auch dass die Kinder lernen ohne Vorurteile aufzuwachsen und verstehen, dass nicht alle Menschen gleichgestellt sind, aber doch gleich, finden wir ein tolles Konzept. Wir freuen uns, es unterstützen zu können.

Mittags fahren wir in ein Viertel, das ganz anders ist als bisher gesehene. Es wirkt wie ein Armenviertel, rauer aber auch herzlicher. Der Fahrer kann uns wegen der schlechten Straßen nicht bis zur Einrichtung bringen und fragt uns drei Mal, ob wir wirklich aussteigen wollen.

Wir bekommen Chai zur Begrüßung und während wir warten, trudeln plötzlich immer mehr von unseren ägyptischen Clownsfreunden ein, um unsere Show zu sehen. Es ist ganz zauberhaft! Kinder wie auch unsere neuen Freunde lachen sich kaputt. Juhuuu!!

Ein absolutes Highlight nach der Show ist ein kleiner Junge, der Tahinis Keulen haben will. Oha… er schnappt sich gleich alle drei und wirbelt sie wie ein Profi gekonnt durch die Luft. Alle sind baff und feiern ihn wie einen Rockstar. Aber: woher kann der das?

Am Tag darauf dann Drama! Wir haben dem Fahrer irgendwie die verkehrte Adresse gegeben, was eine Kaskade an unterschiedlichsten Pannen auslöst, die wir uns bis heute nicht erklären können. Immerhin kommen wir nach vielen unergründlichen Wegen durch die Stadt nur zweieinhalb Stunden später an. Wie soll man sich in diesem unendlichen Gewusel wirklich je zurecht finden?

Am letzten Tag bietet sich uns ein komplett neues Bild. Erwachsene und Kinder mit starken Behinderungen sind unser heutiges Publikum. Wir fragen uns, wie diese Menschen in der Gemeinschaft aufgehoben sind, spielen nur eine gekürzte Version unserer Show und entschließen uns mehr in den eins zu eins Kontakt zu gehen. Durch vorsichtige, einfühlsame Improvisationstechniken gehen wir auf ihre Bedürfnisse ein. Wir bekommen in den Gesprächen einen deutlichen Eindruck, dass behinderte Menschen in Ägypten nicht marginalisiert sind, sondern dass sich eine Vielzahl an zivilen, religiösen und Ngo-Organisationen um die Bedarfe kümmern und Hilfe anbieten, das tägliche Leben zu erleichtern. Die Formel scheint zu heißen: je niedriger der soziale Status einer betroffenen Familie, desto mehr Angebote können sie bekommen, und auf Unterstützung von gutherzigen Menschen zählen.

Am Nachmittag dann fragt uns der Fahrer wieder mal, ob wir hier wirklich aussteigen wollen. Einmal ist es umgekehrt! Wir sind ihm ein Rätsel – er versucht uns mit Händen und Füßen davon abzuraten. Süß… aber auch verständlich. Hier steigt normalerweise wahrscheinlich kein Fremder aus.

Sowohl auf der Straße, als auch in der Einrichtung werden wir sehr herzlich empfangen. Somit können wir die letzte Show dieses Projektes mit Pauken und Trompeten beenden. Um nach Hause zu kommen, beschließen wir die Locals zu unterstützen und stoppen kurzerhand ein Tuktuk. Für die jungen Fahrer ist es ein sichtlicher Spaß mit uns durch die Gegend zu brausen. Immer wieder müssen wir für Selfies anhalten. Für uns ein absolut schöner Abschluss.

Eine Gruppe von Kindern sitzt auf Matten und Kissen in einem hellen Klassenzimmer und beobachtet aufmerksam zwei Darsteller in bunten Kostümen und mit bemalten Gesichtern, während die Erwachsenen an den Wänden sitzen. Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen sitzt auf Stühlen und Kissen in einem hellen Raum und beobachtet zwei Darsteller, die energiegeladen tanzen, während eine dritte Person auf der Bühne Gitarre spielt. Das Publikum wirkt begeistert und aufmerksam. Ein Mann in bunten, clownartigen Kleidern spielt vor den Kindern voller Elan auf einer mit Aufklebern übersäten Gitarre. Weitere Darsteller in leuchtenden Kostümen stehen auf der Bühne und unterhalten die Kinder, die in einem hell erleuchteten Raum sitzen. Eine Frau in einem leuchtend pink-rot gestreiften Kleid führt vor einer Gruppe sitzender Kinder in einem sonnendurchfluteten Raum mit Holzboden eine Darbietung mit bunten, fließenden Seidenfächern auf. Eine als Clown verkleidete Person, die gestreifte Leggings und eine rote Mütze trägt, sitzt auf einer Bank an einer Wand und telefoniert mit einem Spielzeugtelefon. Im Hintergrund sind ein Standventilator und Sonnenlicht, das durch ein Fenster fällt, zu sehen. Ein Künstler balanciert eine Gitarre auf seinem Kinn, während er die Arme hochhält; hinter ihm steht ein Clown in bunten Kleidern und Socken. Vorne sitzen Kinder, die zuschauen und in dem sonnendurchfluteten Raum applaudieren. Eine fröhliche Darstellerin in einem rosa-orange gestreiften Kleid schwingt zwei lange, bunte Seidenbänder durch die Luft. Sie trägt ein Stirnband, hat ein bemaltes Gesicht und steht in einem hellen Raum mit Holzboden, während Kinder ihr zuschauen. Ein Mann, der als Clown mit roter Nase und übertriebener Mimik verkleidet ist, steht in einem Raum. Er trägt eine Weste über einem rosa Hemd und einer Fliege. An der Wand hinter ihm hängen bunte Zeichnungen. Zwei als Clowns verkleidete Darsteller unterhalten eine Gruppe von Kindern, die auf Kissen in einem hellen Raum mit Holzboden sitzen, mit ausdrucksstarken Gesten und verspielten Posen. Drei Clowns treten mit Musikinstrumenten vor einem Publikum aus Kindern und Erwachsenen auf. Plakate und Banner des UNHCR sowie bunte Zeichnungen schmücken den Hintergrund. Ein Darsteller in bunter Kleidung unterhält zwei Kinder, die auf Stühlen in einem Klassenzimmer sitzen. Die Kinder lächeln und beobachten den Darsteller, der theatralisch gestikuliert. Plakate und Zeichnungen schmücken die Wand hinter ihnen. Drei Clowns in bunten Kostümen spielen Musik und führen vor einer Gruppe sitzender Kinder und Erwachsener in einem Raum eine Show auf, wodurch eine lebhafte und fröhliche Atmosphäre entsteht. Das Publikum lächelt und verfolgt die Vorstellung gebannt. Zwei Clowns treten vor einer Gruppe von Kindern und Erwachsenen auf, die an den Wänden eines Raumes sitzen. Ein Clown spielt ein Blechblasinstrument, während der andere theatralisch gestikuliert. Das Publikum schaut interessiert und amüsiert zu. Ein Clown in einem grünen Kostüm mit gestreifter Hose fällt rückwärts um, während eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen zusieht. Ein männlicher Clown mit roter Nase und Fliege tut so, als würde er eine lange Luftschlange essen, während eine Clownin sie herauszieht. Mehrere Kinder und Erwachsene schauen zu und lächeln in einem hell erleuchteten Raum. Eine Gruppe lächelnder Kinder und Erwachsener, von denen einige Kostüme tragen und Clownschminke im Gesicht haben, streckt in einem Raum fröhlich die Hände in die Höhe. Im Hintergrund hält jemand ein T-Shirt hoch, und an der Wand hängt eine Gitarre. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen. Ein lächelnder Clown mit roter Nase und buntem Kostüm spielt in einem Raum für Kinder Gitarre. Die Kinder sind ganz bei der Sache und schauen ihr zu. Im Hintergrund stehen mehrere Stühle an der Wand aufgereiht.

Gepostet am

09.06.2026