2018 Georgien


24.09.2018 - 10.10.2018

Margrita Wahrer, Holger StĂŒve, Georgia Huber und Rebekka Gather..

NEIN!! Puntuscha (Brötchen auf Georgisch), Puri (Brot), Kitri (Gurke) und Schoko Schokolati..als Clowns und Lela Ekhvaia Reiseleitung vor Ort / Logistik


Wir sind mal wieder nach Georgien unterwegs…

Seit 1991 ist Georgien unabhĂ€ngig von der Sowjetunion. Nach der UnabhĂ€ngigkeit kam es zu BĂŒrgerkriegen und MilitĂ€rputsch. Die Regierung ist bis heute keine VertrauenswĂŒrdige demokratische Instanz. Russland interessierte sich weiterhin fĂŒr die Gebiete Abchasiens und SĂŒdossetiens. Die georgisch-russischen Beziehungen von Anfang an gespannt. Wobei Georgien eher die Beziehung zum Westen und im Allgemeinen zur NATO sucht.

Im Sommer 2008 kam es zum 5-Tage- Krieg in dem Georgien die Gebiete SĂŒdossezien und Abchasien an Russland abgeben musste. Der Kampf forderte insgesamt 850 Menschenleben und fĂŒhrte zeitweilig zur Flucht von mehr als 130.000 Menschen. Die nun nicht mehr in ihre Heimat zurĂŒck können.

Georgien versucht sich dem Westen wirtschaftlich und in der Bildung zu nÀhern, doch es gibt viele Gebiete mit Kindern die nichts davon mitbekommen.

Mit unserer Reise mit der neuen CLOG-Georgiencrew wollen wir die kleinen und grossen Kinder von Gorgien bespielen und ihnen Anerkennung und Freude Schenken

 

Itinerary Date :10.10.2018

Abflug nach Tiflis/ Tbilisi

24.09.2018

Eingecheckt!

Nach drei Tagen intensiven Proben haben wir ein buntes Programm im GepĂ€ck, was nun wartet in Tiflis ausgepackt zu werden…

Vier fröhliche Menschen in bunten ClownskostĂŒmen spielen Instrumente und posieren energisch auf einem begrĂŒnten KlettergerĂŒst, wobei einer ein Akkordeon und ein anderer ein Waschbrett in der Hand hĂ€lt. Vier Clowns in farbenfrohen, skurrilen KostĂŒmen stehen drinnen und pusten und spielen mit Seifenblasen, wobei sie aufgeregt und ausdrucksstark aussehen. Im Hintergrund sind ein Spiegel, Holzrahmen und freiliegende Rohre zu sehen. Vier Clowns posieren energisch und mit ĂŒberraschtem Gesichtsausdruck in einem Flughafen-Check-in-Bereich, umgeben von GepĂ€ck. Im Hintergrund sind die Abfertigungsschalter und Turkish Airlines-Schilder zu sehen.

Generalprobe in Tbilisi

25.09.2018

Am Flughafen in Tiflis /Tiblisi wurden wir von Lela Ekhvaia unserer Reiseleiterin /Logistik und gute Seele aus Tiblisi zu nÀchtlicher Stunde herzlichst empfangen.

Unser erster Einblick war der wirre Autoverkehr und hohe Betrieb auf den Straßen. Die Beschaffenheit der Straßen war sehr abwechslungsreich, von sauber geputzten Kreisverkehren zu tiefen Schlaglöchern und sehr unĂŒbersichtlichem Verkehr. Fast alle Autos sind Unfallautos aus Deutschland oder anderen WesteuropĂ€ischen LĂ€ndern. Und vemehrt sind auch Linksverkehr Autos unterwegs, was uns immer wieder verwirrte.

Obwohl es schon lange nach Mitternacht war und auch Lela an diesem Tag noch nicht das Bett gesehen hatte, wurde uns eine nÀchtliche Sightseeingtour durch Tiblisi /Tiflis nicht erspart.

MĂŒde uns erschöpft durften wir in das von Lela fĂŒr uns organisierte Apartment/ Bett fallen.

Am NĂ€chsten Tag haben wir uns erst mal alleine um Geld und das nötige gekĂŒmmert, bevor wir von Lela abgeholt wurden. Sie fuhr mit uns in die Waldorfschule wo wir proben durften. So haben wir die Generalprobe und somit Premiere in Georgien unserer Reiseleiterin und dem Fotografen prĂ€sentiert.

Zwei Clowns in bunten KostĂŒmen und mit wehenden TĂŒchern tanzen mit erhobenen Armen, von der Kamera abgewandt, vor einem einfarbig beigen Hintergrund. Zwei als Clowns verkleidete Personen fĂŒhren in einer Halle eine akrobatische Nummer auf. Eine Person, die durch ihre rote Nase und ihren gepunkteten Rock als Clown erkennbar ist, trĂ€gt einen anderen Clown auf dem RĂŒcken. Beide tragen farbenfrohe KostĂŒme, der Hintergrund ist holzgetĂ€felt und hell beleuchtet. Drei Personen in farbenfrohen KostĂŒmen treten in einem Innenraum auf. Eine trĂ€gt eine grĂŒne Weste und eine rote Nase, eine andere ein RĂŒschenkleid mit rotem TĂŒll und die dritte ein Blumenkleid mit Zöpfen und dramatischem Make-up. Alle machen ĂŒbertriebene Grimassen. Drei Clowns treten lebhaft auf; einer pustet Seifenblasen, wĂ€hrend die anderen mit ĂŒberraschten Gesichtern reagieren. Zwei Clowns mit roten Nasen und bunten Outfits schauen ĂŒberrascht, wĂ€hrend sie gemeinsam ein StĂŒck Papier lesen. Ein Clown trĂ€gt einen Dutt mit Haarschmuck, der andere hat eine gelbe Schleife im Haar. Vier Erwachsene, die Clowns sind, stehen in einer Reihe in einem Innenraum vor einer beigen Wand. Sie tragen rote Nasen und bunte KostĂŒme und machen spielerische Gesten und AusdrĂŒcke.

Life Chance ein Jugendkulturhaus in Tiflis

25.09.2018

 

Wir besuchten das Jugendkulturhaus „Life Chance“. Das Projekt wurde von Lela aufgezogen. Es befindet sich in einem ehemaligen Kloster gleich neben dem Zoo in Tiflis. Hier Wohnen derzeit acht Jugendliche MĂ€dchen und Jungs, die uns auch gleich herzlich in Empfang nahmen und uns selbstverstĂ€ndlich.. /ganz improvisiert und einfach/ verköstigt haben.

Lela stellt uns Khatia Maglakelidze vor.  Khatia wird Teil unserer Reise mit der Videokamera begleiten.
Neben den Jugendlichen arbeitet derzeit auch Lilit Schuster in Life Chance. Lilit kommt aus Frankfurt und macht in Tiflis in einem SOS Kinderdorf und in Life Chance ihr FSJ, ĂŒber die Organisation Weltwerts.

Life Chance kĂŒmmert sich um Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, nach ihrer VolljĂ€hrigkeit Anschluss im Alltag zu finden. Es gibt in Georgien kein System, dass sich um die Jugendlichen kĂŒmmert. Hier im Youth House ist es ist ein sehr schönes Miteinander. Man spĂŒrt direkt, dass hier jede/r kommen und gehen kann wann sie/er will. Und Die Jugendlichen sind stolz, dass sie hier mithelfen.

Neben dem Haupthaus steht ein kleines neues Haus. In zwei Wochen wird hier eine Werkstatt eröffnet, in der die Jugendlichen Töpfern lernen können. Neben an wird des weiteren an einem Haus gebaut in dem eine Holzwerkstatt entstehen soll. Das Projekt lĂ€uft sehr gut, dank Lela und ihrer Kollegin Khatia Maglakelidze und all den engagierten Jugendlichen die hier helfen, dass Alle sich willkommen fĂŒhlen, die so einen Ort brauchen.

 

 

 

Sechs Personen, vier Frauen und zwei MĂ€nner, die Clowns sind, sitzen und lĂ€cheln auf den Holzstufen im Freien vor einem rustikalen GebĂ€ude mit BacksteinwĂ€nden und einem HolzgelĂ€nder. Einige halten NotizbĂŒcher in der Hand, und die AtmosphĂ€re wirkt entspannt und locker. FĂŒnf Clowns sitzen um einen Tisch auf einer ĂŒberdachten Veranda und unterhalten sich. Auf dem Tisch stehen Tassen, eine Thermoskanne, GebĂ€ck, PapierhandtĂŒcher und andere FrĂŒhstĂŒcksartikel. Das Sonnenlicht fĂ€llt durch die BĂ€ume im Hintergrund.

Prima und Seconda

26.09.2018

Abreise aus Tiflis.

Unsere erste Show spielen wir in Zilkani. Doch bevor es losgeht mĂŒssen wir noch unseren Van fĂŒr dei Reise entgegen nehmen. Leichter als gesagt. Gut, dass wir zeitlich einen kleinen Puffer eingeplant hatten. Der Van musste vor der Abreise noch in die Werkstatt. Doch dank der guten Vernetzung von Lela, war das Problem schnell behoben und nun haben wir ein super GefĂ€hrt fĂŒr die erste Woche.

Unsere ersten beiden Shows spielen wir in Zilkani und Preseti, zwei FlĂŒchtlingscamps in denen Georgische FlĂŒchtlinge aus SĂŒdossetien seit 10 Jahren wohnen. Sie leben in kleinen HĂ€usern. Teilweise haben sie angefangen GemĂŒse anzubauen und KĂŒhe oder Ziegen zu halten. Beide Camps sind sehr abgelegen und haben keine direkte Anbindung zur Hauptstraße.

Ein junger Mann in Preseti (1300m Über dem Meeresspiegel ) war ebenso begeistert von der Show wie seine 15 Jahre jĂŒngeren Mitbewohner.
Er zeigte mir das Fußballfeld/ Arena und die neue gelieferten Solarplanels, die demnĂ€chst auf das noch in der Bauphase stehende Kinderhaus gesetzt werden.

Schon die ersten beiden Shows machen es nicht einfach nur ein paar Fotos fĂŒr den Block auszuwĂ€hlen. ..

Kinder und Erwachsene versammeln sich an einem sonnigen Tag im Freien und beobachten eine bunte Gruppe von Clowns, wĂ€hrend ein Junge im Vordergrund energisch an der Kamera vorbeirennt. Das Publikum sitzt und steht, lĂ€chelt und genießt das Ereignis. Zwei Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen und Masken schwenken auf einer FreilichtbĂŒhne TĂŒcher in der Luft und unterhalten eine große Menge von Kindern und Erwachsenen, die unter einem bewölkten Himmel sitzen und stehen. Vier Erwachsene, die Clowns sind, spielen Musikinstrumente und tanzen mit lĂ€chelnden Kindern im Freien, in der NĂ€he einer rustikalen HolzhĂŒtte und einer offenen Wiese. Die AtmosphĂ€re ist fröhlich und lebendig. Zwei Clowns in farbenfrohen, schrulligen KostĂŒmen springen vor einer Gruppe von Kindern in die Luft, die in Reihen sitzen und die lebhafte VorfĂŒhrung in der Halle aufmerksam verfolgen. Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen versammelt sich im Freien an einem Zaun und beobachtet einen Clown in einem bunten KostĂŒm und mit Gesichtsbemalung. Die Kinder sehen aufgeregt und beschĂ€ftigt aus. Im Hintergrund sind BĂ€ume und Berge unter einem bewölkten Himmel zu sehen. Zwei Clowns in bunten KostĂŒmen und gestreiften Strumpfhosen machen HandstĂ€nde auf einem Spielplatz und unterhalten eine große Menge von Kindern und Erwachsenen, die im Hintergrund lĂ€chelnd zusehen. BĂ€ume und Berge sind hinter einem Zaun zu sehen.

ÜberfĂŒlltes Theater

27.09.2018

Nach einer Aufregenden Nacht bei Lelas Schwiegervater auf dem Land, sind wir auf nach Chkorochka gefahren. Im Dorf war ein reges Treiben. Es war der Gedenktag fĂŒr viele Georgier, da sich Abchasien vor 25 Jahren unabhĂ€ngig gemacht hat. Auch Lela war aus diesem Grund vor 25 Jahren nach Tiflis geflĂŒchtet. Damals war sie 15 Jahre alt. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Tbilisi, sie darf nicht mehr nach Abchasien zurĂŒck um ihre Familie dort zu besuchen.

Wir wurden herzlich von Thea empfangen und durchs Dorf gefĂŒhrt. Sie ist fĂŒr die Vorsitzende des Tourismusverein in Chkorochka und spricht fliessend Deutsch. Da das Wetter nicht ganz stabil war, zeigte man uns das Theater. Die Ruine war perfekt fĂŒr unsere Show. Thea hatte gute Vorarbeit gemacht und so war der Saal ĂŒber und ĂŒber mit Kindern (ca 700 Kinder) gefĂŒllt, die uns erwarteten. Es war eine schöne Herausforderung fĂŒr so viele Kinder zu spielen. Sie waren begeistert und zum Schluss war die Begeisterung so groß, dass sie die BĂŒhne stĂŒrmten und mit uns das Abschiedslied tanzten.

Die Nacht wurden wir bei Thea untergebracht, wo uns ein großes Supra/Abendmahl erwartete. Der BĂŒrgermeister kam auch zum Essen und unterhielt den Abend mit einer langen Reihe von Andachtsreden auch Deutschland wurde mehrmals hoch geehrt.

Ein junges MĂ€dchen in einem farbenfrohen Kleid spielt auf der BĂŒhne Geige und blickt auf ein großes, aufmerksames Publikum von Clowns, die in einem Theater sitzen. Die Szene ist warm beleuchtet und lebendig. Ein Clown in einem bunten, verschwommenen KostĂŒm tanzt auf der BĂŒhne vor einem großen Publikum aus Kindern und Erwachsenen, die dicht beieinander sitzen und aufmerksam zusehen. Im Hintergrund befinden sich Menschen in einem schwach beleuchteten Theater. Eine fröhliche, bunt gekleidete Person, die als Clown erkannt wird, fĂŒhrt eine Reihe lachender Kinder bei einer lebhaften Indoor-Veranstaltung zu einem Conga-Tanz an und hĂ€lt dabei ein Tamburin in der Hand. Im Hintergrund genießen andere Menschen die festliche AtmosphĂ€re. Zwei "seltsam" gekleidete Menschen mit roten Nasen treten vor einem großen Publikum auf der BĂŒhne auf, wobei einer von ihnen in die Luft springt, wĂ€hrend die Menge in einem schwach beleuchteten Theater aufmerksam zusieht.

StadttheaterbĂŒhne gegen 9 Quadratmeter

28.09.2018

Nach einer sehr erholsamen Nacht bei Thea waren wir gut gestĂ€rkt fĂŒr die heutigen zwei Auftritte.
Als erstes fuhren wir nach Khoni. Auch hier wurden wir wieder herzlich empfangen und durften in einem sehr schönen und (diesmal) renovierten Theater spielen. Ca 350 Kinder aus den Umliegenden Dörfern und vorwiegend armen VerhĂ€ltnissen saßen in dem Schönen Theater und verfolgten unsere Show aufmerksam.

FĂŒr die Zweite Show sind wir nach Martvili gefahren. Geplant war, dass wir auch hier  auf der großen Stadttheater BĂŒhne spielen sollten. Doch als wir ankamen war alles anders. Der Hausmeister wurde nicht von unserem Kommen informiert und so war die BĂŒhne anderweitig besetzt. Nach langem Abwegen der verschiedenen SpielplĂ€tze, haben wir uns entschieden vor dem Theater zu spielen. Über die Folgen wurden wir uns erst beim Einmarsch bewusst.
Wir spielten auf 9 Quadratmeter mit Publikum von vorne rechts links hinten und oben vom Balkon.
Die Kinder warteten aufgeregt im Stehen um ihre Sonntagskleider nicht zu beschmutzen. Sie kamen von verschiedenen Einrichtungen und KindergÀrten. Und auch die Kinder aus der traditionellen Georgischen Tanzstunden im Theater, hatten kurz Pause um unsere Show zu bejubeln.

Eine herrliche Herausforderung.

Drei Clowns in bunten KostĂŒmen und mit roten Nasen blicken in die Kamera und machen spielerische, ĂŒberraschte Gesichter auf einer gepflasterten FlĂ€che im Freien. Draufsicht auf zwei Clowns, die eine große, lachende Kinderschar im Freien unterhalten; ein Clown springt gerade, wĂ€hrend die Kinder begeistert zusehen. Eine Gruppe aufgeregter Kinder und Erwachsener - einige seltsam gekleidet mit roten Nasen, offensichtlich Clowns - schauen auf und lĂ€cheln ĂŒber eine große, bunte Seifenblase, die ĂŒber ihnen auf einem gepflasterten AußengelĂ€nde schwebt. Die AtmosphĂ€re wirkt fröhlich und lebendig. Ein Clown macht mit Stöcken eine riesige Seifenblase, wĂ€hrend eine Gruppe aufgeregter Kinder, die sich dicht um einen gepflasterten Platz im Freien versammelt haben, zugucken. FĂŒnf Clowns in farbenfrohen, skurrilen KostĂŒmen und mit Gesichtsbemalung knien und kauern auf einer BĂŒhne, wirken verspielt oder theatralisch, wobei ein Clown die Hand eines anderen hĂ€lt. Vier Clowns in farbenfrohen, skurrilen KostĂŒmen und HĂŒten nehmen auf einer schwach beleuchteten BĂŒhne dynamische, ĂŒbertriebene Posen ein, die an eine lebendige Theater- oder TanzauffĂŒhrung erinnern. Ein Clown steht in einem TĂŒrrahmen, trĂ€gt ein Kleid und ein Tuch ĂŒber dem Kopf, auf das ein großes, cartoonhaftes, rot-weißes, lĂ€chelndes Gesicht gezeichnet ist. Über ihnen hĂ€ngt ein gelbes Schild mit georgischem und englischem Text.

Ein Emotionaler Samstag

29.09.2018

Nach einem herzlichen Kaffee und Tee Empfang bei Zaquarias Mutter, sind wir zu unserem ersten heutigen Ort Gefahren.
In Kobuleti war ein Weisenhaus vorgesehen. Als wir ankamen, erfuhren wir, dass die meisten Kinder ĂŒber das Wochenende zu Verwandten gefahren waren. Wir entschieden uns dennoch zu spielen. Gerade die Kinder, die hier zurĂŒck geblieben waren, hatten es verdient. So gab es eine eher Private Vorstellung im kleineren Rahmen. Das erlaubte uns direkt auf die Kinder einzugehen und so zauberten wir ein berĂŒhrendes ganz besonderes Ereignis.

FĂŒr die zweite Show des heutigen Tages fuhren wir in die sogenannte „Pappkarton Siedlung“, die in Batumi (eine grosse Stadt am schwarzen Meer) liegt. In dieser Siedlung leben ca 3600 Familien in Pappkarton HĂ€usern, WellblechhĂŒtten oder anderen Improvisierten Wohnungen.
Normalerweise wird den NGO“s der Zugang zu der PappkartonSiedlung verwehrt, da Georgien nicht will, dass diese Seite des Landes Publik wird.

Die Mundpropaganda fĂŒr die AnkĂŒndigung unserer Show war sehr erfolgreich.
Auf einem kleinen Platz hatten wir unsere BĂŒhne platziert. Der Platz war eng umschlungen von Kindern und Erwachsenen. Aufgrund einer aufkommenden Unruhe kĂŒrzten wir unsere Show, doch die Aufregung der Kinder war so gross, dass die letzte poetische Nummer in ein gemeinsames Schreien ĂŒberging. Wir nahmen den Impuls und sahen es als Kraft der Entladung.
Nach dem Schlusslied zogen wir mit der Kindertraube durch die Siedlung, doch leider mussten wir uns bald in das Auto flĂŒchten, da die Kinder anfingen uns zu schlagen, und unsere Instrumente in Gefahr waren.
Lela, Zaquaria und Kathia waren die ganze Zeit auf höchster Aufmerksamkeit und haben uns so gut es ging beschĂŒtzt, wĂ€hrend Dato (Lelas Mann) auf uns im Auto wartete.
Leider war der Abgang nicht so poetischer fĂŒr uns Alle. Die Reaktionen der Kinder sind nicht persönlich und böswillig gemeint, sie kennen vermutlich keinen anderen Weg ihre Begeisterung und Emotion auszudrĂŒcken.
Es war auch fĂŒr uns ein sehr besonderes Erlebnis. Wir sind uns Alle einig, dass es sehr wichtig war, dass wir dort gespielt haben.

Eine Gruppe farbenfroher StraßenkĂŒnstler, darunter einige in seltsamen KostĂŒmen oder mit roten Nasen, die sie zu Clowns machen, und ein Geiger, unterhalten begeistert Kinder, die in der NĂ€he vor einem GebĂ€ude sitzen. Die Darsteller tragen bunte KostĂŒme und eine ĂŒbertriebene Mimik. Drei als Clowns verkleidete Personen treten vor einer schwarzen Kulisse mit einem Cartoon-Gesicht auf. Eine Person springt energisch, eine andere steht in einem blauen Kleid, die dritte trĂ€gt eine grĂŒne Weste und eine rote Hose; alle haben rote Nasen aufgemalt. Zwei Clowns in bunten, skurrilen KostĂŒmen springen auf einer FreilichtbĂŒhne in die Luft und unterhalten ein Publikum aus sitzenden Kindern und Erwachsenen. Im Hintergrund sind eine schwarze Kulisse und BĂ€ume zu sehen. Eine Gruppe von Menschen, von denen einige Clowns sind, hĂ€lt sich an den HĂ€nden und tanzt im Kreis im Freien. Im Hintergrund spielen zwei Frauen Geige und Akkordeon, hinter ihnen ein schwarzer Vorhang, der mit einem Cartoon-Gesicht verziert ist. Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen, von denen einige Clowns sind, posieren gemeinsam im Freien vor einem schwarzen Hintergrund, der mit einem rot-weißen Maskenbild verziert ist. Alle lĂ€cheln und machen spielerische Gesten. Zwei seltsam gekleidete Personen oder Personen mit roten Nasen treten vor einer großen Gruppe lĂ€chelnder Kinder im Freien auf, umgeben von hĂ€ngender WĂ€sche und Sonnenlicht. Die eine hat eine Blume im Haar und hebt einen Arm, wĂ€hrend die andere eine Trommel spielt. Eine Gruppe von Kindern und einige Erwachsene lĂ€cheln und schauen aufgeregt in Richtung eines Clowns in Rot, der teilweise im Vordergrund zu sehen ist. Die Menge wirkt fröhlich und engagiert, einige Kinder lehnen sich erwartungsvoll nach vorne. Zwei seltsam gekleidete Menschen mit roten Nasen umarmen sich lĂ€chelnd und lachend, wĂ€hrend im Hintergrund eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen bei einer Veranstaltung im Freien fröhlich zusieht. Eine Frau mit buntem Haarschmuck und Gesichtsbemalung spielt ein Akkordeon und streckt die Hand in Richtung Kamera aus, wĂ€hrend sie vor einer Menge von Kindern und Erwachsenen spielt, die interessiert zusehen. Eine Gruppe lĂ€chelnder Kinder versammelt sich draußen und beobachtet zwei musizierende Clowns. Die Kinder sehen aufgeregt und amĂŒsiert aus und stehen dicht beieinander vor einem GebĂ€ude. Eine große Gruppe von Kindern und Erwachsenen beobachtet aufmerksam, wie zwei Clowns in der Mitte der Versammlung mit verschrĂ€nkten HĂ€nden einen ArmdrĂŒckkampf austragen. Die Menge scheint engagiert und neugierig zu sein. Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen, einige als Clowns verkleidet, hat sich im Freien versammelt und beobachtet, wie ein Junge in einem gestreiften Hemd vorbeilĂ€uft, wĂ€hrend einige Clowns und andere lĂ€cheln, sich hinhocken oder Fotos machen und so eine AtmosphĂ€re der Aufregung und Neugier schaffen. Eine Menge aufgeregter Kinder, viele lĂ€chelnd und lachend, versammeln sich bei einer Veranstaltung im Freien um einen Clown mit ausgestreckten Armen. Ein Junge in der Mitte hat seine Arme vor Freude inmitten der lebhaften Gruppe erhoben. Ein Geigenspieler spielt leidenschaftlich, wĂ€hrend eine große Gruppe von Kindern und Erwachsenen, einige seltsam gekleidet oder mit roten Nasen - eindeutig Clowns - eifrig zuschauen, lĂ€cheln und aufgeregt wirken in der ĂŒberfĂŒllten Außenanlage. Die Gesichter der Zuschauer zeigen Neugierde und Freude. Eine Gruppe von Personen, die zum Teil seltsam gekleidet sind oder rote Nasen haben, unterhĂ€lt eine Gruppe von Kindern im Freien, neben einem rustikalen HolzgebĂ€ude, in dem WĂ€sche aufgehĂ€ngt ist. Einige dieser Personen halten Requisiten in der Hand, und die Kinder schauen aufmerksam zu, einige stehen, andere sitzen.

Portrait

30.09.2018

Heute an unserem Freien Tag möchte ich einen Beitrag ĂŒber unseren Fotografen zu schreiben. Seine Bilder sind ein wichtiger Teil unserer Reisedokumentation. Die Fotos sind eine Gesamtkomposition, ich bekomme sie immer direkt und unbearbeitet fĂŒr den Blog. Es ist Zaquaria sehr wichtig, dass die Bilder pur und echt sind. Er arbeitet nicht mit Photoshop sondern sucht sich stets die gegeben LichtkapazitĂ€ten und Kompositionen um die Momente einzufangen. Ich habe mit Zaquaria ĂŒber seine Arbeit und die Erfahrung mit uns auf der Tour gesprochen.

Zaqaria Chelidze kommt aus Poti/GE und lebt in Tbilisi und New York. Ein glĂŒcklicher Zufall erlaubte ihm mit auf unsere Tour zu kommen, um uns als Fotograf und gute Seele auf der Reise zu begleiten. Wir haben uns das erste Mal bei unserem Ersten Tag in Tbilisi getroffen, als er Fotos von unsere Generalprobe gemacht hat. Er war gleich von unserer Arbeit und der Ästhetik begeistert, die er mit seinen Bildern einfangen konnte. FĂŒr ihn ist es ganz wichtig, dass ihn die Arbeit persönlich interessiert. „ Ich muss interessiert sein an der Sache, ohne ein persönliches Interesse, ohne einen inneren Motor, kann ich nicht kreativ arbeiten.“ Schnell war klar, ihn interessieren nicht nur die Motive, sondern auch die Menschen und Charaktere, die die Show zusammenstellen. „Mich interessieren die Persönlichkeiten, wer steckt hinter der Figur auf der BĂŒhne. Also fotografiere ich euch auch außerhalb der BĂŒhne“. Pro Tag legt er unmerklich fĂŒr uns, den Fokus auf einen von uns und vertiefte so seine Arbeit und den Blick. Mit seinen Fotos möchte er ĂŒber die Dokumentation hinaus greifen. „Mit meinen Fotos möchte ich eine Geschichte erzĂ€hlen. Mich interessiert, wie ihr unser Land seht, was euch begeistert und was euch emotional bewegt.“

Eine Nahaufnahme des Gesichts eines Mannes, teilweise von der Seite beleuchtet, die dramatische Schatten wirft und die GesichtszĂŒge hervorhebt - einschließlich der roten Nase - wĂ€hrend ein Großteil des Bildes im Dunkeln bleibt. Da er eine rote Nase hat, deutet dies darauf hin, dass er ein Clown ist. Ein Clown mit roter Nase und dramatischem Lidschatten blickt bei gedĂ€mpfter Beleuchtung in die Kamera, wobei die HĂ€lfte seines Gesichts im Schatten liegt. Ein dramatisches Schwarz-Weiß-PortrĂ€t eines Clowns mit tiefliegenden Augen und strukturierter Haut, dessen Gesicht zur HĂ€lfte beleuchtet und zur anderen HĂ€lfte im Schatten liegt, was eine geheimnisvolle, intensive AtmosphĂ€re schafft. Ein Clown mit roter Nase und weißer Schminke blickt bei schwacher Beleuchtung zur Seite, wodurch seine GesichtszĂŒge und ausdrucksstarken blauen Augen hervorgehoben werden. Ein Clown, erkennbar an seiner roten Nase, blickt zur Seite, teilweise beleuchtet von dramatischem, tiefem, blau getöntem Licht, das eine dĂŒstere und nachdenkliche Stimmung erzeugt. Schwarz-Weiß-PortrĂ€t eines Clowns mit kurzen Haaren, der leicht zur Seite blickt. Eine Seite des Gesichts ist dramatisch beleuchtet, wĂ€hrend die andere Seite im Schatten verschwindet und eine stimmungsvolle AtmosphĂ€re schafft. Ein weiß-blau geschminkter Clown mit großer roter Nase steht in dramatischer Beleuchtung, das halbe Gesicht im Schatten, mit einem leichten LĂ€cheln und ausdrucksstarken Augen.

Vom Meer in den Kaukasus

01.10.2018

Abfahrt aus dem wunderschönen Batumi am Schwarzen Meer mit glasklarem Wasser.

Die Fahrt ging wieder in die Berge. In Chobi wartete ein gut gefĂŒllter Kindergarten mit 160 aufgeregten Kindern auf uns. Sie empfingen uns mit „Germanelli!! Germanelli!!!“ Rufen. Wir spielten extra klein und fein so hatten die kleinen Prinzessinen und Prinzen eine schöne Freude unser Program zu verfolgen. FĂŒr einen Moment durften die Kinder sich wie Prinzessinen und Prinzen fĂŒhlen. „Wir haben sie verzaubert“, sagte eine der KindergĂ€rtnerinnen. Sie war sehr glĂŒcklich, dass wir da waren und fĂŒr die Kinder gespielt haben. Sie zeigte uns die selbstgemachte Spielzeuge der Kinder. Aus Pappkarton haben sie Pizza gebastelt und Puzzel selber geschnitten. Petflaschen Deckel wurden als Dame Figuren fĂŒr das Pappkarton Schachbrett gebraucht. Da es kein Geld fĂŒr Unterrichtsmaterial gibt, suchen sie viele Wege den Kindern alternative Spielmaterialien zu bieten. Eine Clownsshow hĂ€tten sie sich niemals leisten können.

In einem GesprĂ€ch erfuhren wir, dass das Gehalt der KindergĂ€rtnerinnen ist auch fĂŒr georgiesche VerhĂ€ltnisse unter jeder WĂŒrde ist.

Nach unserem Besuch war eine lange Autoreise nach Svanetien /Mestia angesagt.

Ein rothaariger Junge in einem weißen Hemd lacht aufgeregt inmitten einer großen Gruppe von Kindern und Erwachsenen - einige von ihnen sind Clowns -, die sich in der Halle versammelt haben, viele lĂ€cheln und klatschen in einer festlichen, lebhaften AtmosphĂ€re. Ein kleiner Junge in einem gestreiften Hemd hĂ€lt eine orangefarbene Spielzeuggitarre in der Hand und steht vor einer Gruppe von Clowns - seltsam gekleideten Menschen oder Menschen mit roten Nasen -, die im Hintergrund leicht unscharf sind. Drei Clowns unterhalten aufgeregt einen lĂ€chelnden Jungen im Haus; einer, in Streifen und mit grĂŒnem Hut gekleidet, und die anderen, in bunten KostĂŒmen und mit roten Nasen, gestikulieren fröhlich in Richtung des Kindes. Zwei seltsam gekleidete Personen mit roten Nasen treten vor einer großen Gruppe von Kindern und Erwachsenen in einem hell erleuchteten Raum auf. Einer dieser Clowns springt in die Luft, Rock und gestreifte Strumpfhose sind zu sehen, wĂ€hrend das Publikum aufmerksam zuschaut, einige Kinder lĂ€cheln und lachen. Eine große Gruppe kleiner Kinder sitzt in einem Raum dicht beieinander und beobachtet aufmerksam etwas, das nicht zu den Clowns gehört. Die meisten blicken nach vorne, und einige Erwachsene sind im Hintergrund zu sehen. Der Raum ist hell erleuchtet. Vier Menschen in bunten KostĂŒmen, jeder mit einer roten Nase, einer spielt ein Akkordeon, stehen dicht beieinander. Bei hellem Innenlicht wirken sie lebhaft und ausdrucksstark, mit verspieltem Gesichtsausdruck. Ein kleiner Junge in einem karierten Hemd sitzt auf einem Holzboden inmitten einer Gruppe von Kindern und schaut aufmerksam auf. Andere Kinder, einige als Clowns gekleidet, sitzen und stehen um ihn herum, mit einer Frau im Hintergrund. Die Szene scheint sich in einem Klassenzimmer oder einem Veranstaltungsraum zu befinden. Zwei Personen in farbenfrohen KostĂŒmen fĂŒhren vor einer großen Gruppe von Kindern und Erwachsenen in einem hellen Raum HandstĂ€nde auf und fesseln so die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums. Vier Clowns in bunten KostĂŒmen und PerĂŒcken unterhalten eine große Gruppe kleiner Kinder, die in einem hellen Raum auf dem Boden sitzen, wĂ€hrend die Eltern oder Erwachsenen im Hintergrund zusehen.

Hoch im Kaukasus

02.10.2018

Mestia

Lela hatte alles versucht, dass möglichst viele Kinder erreicht wurden, die unsere Show sehen durften. Doch sie sagte, es sei sehr schwierig. Die Kinder wohnen sehr weit verteilt und verstreut in den kleinen Dörfern. Die Anreise ist ein großer Aufwand fĂŒr sie.

Doch die Kinder kamen aus allen kleinen umliegenden Dörfern um die Show zu sehen. Sie hatten sich alle Schick gemacht fĂŒr unsere Vorstellung. Es war ein sehr besonderer Anlass. Hier oben nach Mestia kommen sehr selten solche Aktionen. Unsere Show wurde mit einer herzlichen Dankbarkeit angenommen.

Mestia liegt auf 1500m im Kaukasus /Svantien, mit einem wunderschönen Bergpanorama mit Schneeberge und monströse Gletschern. Die Svaneten sind sehr Stolz auf ihr Land.
Unsere Vorstellung spielten wir vor dem Museum von Mestia.

Zwei Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen und gestreiften Socken machen HandstĂ€nde auf einem Steinweg, vor dem Hintergrund von Bergen, GrĂŒnpflanzen und einem kleinen GebĂ€ude unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel. Eine fröhliche Gruppe von Menschen, darunter zwei Personen, die durch ihre seltsame Kleidung und ihre roten Nasen als Clowns zu erkennen sind, posieren und lĂ€cheln im Freien an einer Steinmauer mit grĂŒnen Feldern im Hintergrund. Einige halten Musikinstrumente in der Hand, und alle wirken fröhlich und verspielt. Zwei Personen mit roten Nasen und farbenfrohen KostĂŒmen treten im Freien auf und werfen durchsichtige TĂŒcher in die Luft. Hinter ihnen sind steinerne GebĂ€ude, grĂŒne HĂŒgel und ein dramatischer Berg zu sehen, der teilweise von Wolken unter einem blauen Himmel bedeckt ist. Vier Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen unterhalten eine Gruppe von Kindern im Freien, mit Bergen, BĂ€umen und alten SteingebĂ€uden im Hintergrund unter einem teilweise bewölkten Himmel. Eine Gruppe von Kindern lĂ€sst im Freien fröhlich Seifenblasen zerplatzen, wobei ein Junge in einer blauen Jacke eine Seifenblase zerschlĂ€gt. Clowns und Kinder lĂ€cheln im Hintergrund, und Sonnenlicht beleuchtet die lebhafte Szene. Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen unterhalten eine große Menge von Kindern und Erwachsenen im Freien. Das Publikum lĂ€chelt, einige haben die HĂ€nde erhoben, wĂ€hrend im Hintergrund BĂ€ume und ein SteingebĂ€ude mit georgischer Schrift zu sehen sind. Zwei Clowns springen und posieren fröhlich auf einer Steinmauer, gekleidet in bunten, verspielten KostĂŒmen, mit malerischen Bergen, BĂ€umen und einem historischen Turm im Hintergrund unter einem teilweise bewölkten Himmel.

Eine dĂŒstere Stimmung

03.10.2018

Heute sind wir an einen besonderen Ort gefahren.
Eine lange dĂŒnne Strasse fĂŒhrte uns in die Abgelegene Ortschaft Tkibuli.
Tqibuli lebt von dem Untertagebau fĂŒr die Steinkohlenförderung. Die Sicherheitsbedingungen in den Bergwerken sind sehr labil, die Kinder mĂŒssen jederzeit damit rechnen, dass der Vater von der Arbeit nicht nach Hause kommt. Viele Kinder haben ihren Vater bereits verloren.
Die Stadt ist heruntergekommen und sehr verarmt. Außer der Steinkohleförderung gibt es hier keine Arbeitsalternativen. Wer kann verlĂ€sst die Stadt und kommt auch meistens nach dem Studium oder anderen Erfahrungen nicht wieder zurĂŒck. So berichtete uns die Kulturbeauftragte.

Als wir ankamen saßen schon alle Kinder und erwachsene im Amphitheater.
Das schöne alte heruntergekommene Amphitheater wurde von deutschen Kriegsgefangenen nach dem zweiten Weltkrieg gebaut.

Die Kinder waren begeistert und haben unsere Show mit allen Sinnen aufgesogen.
Es war uns eine große Freude hier zu spielen.
Nach der Show haben wir mir der Kulturbeauftragten gesprochen wir bekamen mit wie traurig und ausweglos die Lage hier ist.

Eine Gruppe von Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen unterhĂ€lt eine große Gruppe von Kindern und Erwachsenen, die auf Stufen vor einem GebĂ€ude mit SĂ€ulen sitzen. Das Publikum schaut aufmerksam zu, und einige Leute stehen im Hintergrund. Eine große Menschenmenge, darunter viele Kinder und Erwachsene - einige von ihnen sind Clowns, erkennbar an ihren merkwĂŒrdigen KostĂŒmen oder roten Nasen - sitzen auf den Steinstufen eines Amphitheaters im Freien und beobachten ein unsichtbares Ereignis. Das Publikum scheint engagiert und aufmerksam zu sein. Zwei Clowns in bunten KostĂŒmen springen vor einem großen, sitzenden Publikum vor einem GebĂ€ude mit hohen SĂ€ulen und Fenstern in die Luft und unterhalten eine Menge von Kindern und Erwachsenen. Eine Menschenmenge, darunter viele Kinder, beobachtet die Darbietung von Clowns in bunten KostĂŒmen auf der Straße. Ein Clown spielt auf der Geige, wĂ€hrend andere Clowns mit dem Publikum unter freiem Himmel angeregt interagieren. Eine Person mit einer roten Nase, einer Brille und einer Blume im Haar unterhĂ€lt eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen und bringt sie bei einer AuffĂŒhrung im Freien zum Lachen. Eine Person in einem farbenfrohen, seltsamen Outfit hockt und zeigt auf die Kamera, umgeben von lĂ€chelnden Kindern und einer großen sitzenden Menschenmenge im Freien. Die Szene wirkt festlich und fröhlich. Eine Person mit grĂŒnem Hut und roter Nase - ein Clown - schĂŒttelt einem Kind im Freien lĂ€chelnd die Hand, wĂ€hrend andere Kinder zusehen und lĂ€cheln. Im Hintergrund ist ein altes GebĂ€ude mit Bögen und Steinmauern zu sehen. Eine große Gruppe von Kindern lacht, lĂ€chelt und reckt sich aufgeregt in die Höhe bei einer Veranstaltung mit Clowns im Freien, wĂ€hrend viele Erwachsene und weitere Kinder im Hintergrund zusehen. Alle scheinen Spaß zu haben und die lebhafte AtmosphĂ€re zu genießen.

Erzieherinnen wĂŒnschen sich Bildung

04.10.2018

Von Tbilisi /Tiflis aus sind wir nach Znori und Signaghi gefahren.
An beiden Vorstellungen warteten die Kinder schon ganz aufgeregt. Sie waren von weit her aus den umliegenden KindergÀrten zusammengekommen um unsere Show zu sehen.
Die Leiterin der KindergĂ€rten berichtete uns, dass es an Geldern mangelt fĂŒr Unterrichtsmaterial und besonders fĂŒr die Ausbildung der Erzieherinnen. Sie wissen nicht was sie mit den Kindern machen können. Stolz prĂ€sentiert sie uns den Fernseher und das Schlafzimmer fĂŒr den Mittagsschlaf, der nicht nach einer wohltuenden Ruhe roch.
Die HÀuser sind alt und nur das nötigste kann restauriert werden.
Jetzt im SpĂ€tsommer ist es noch angenehm warm. Manchmal schauen wir uns fragend an und ĂŒberlegen, wie gemĂŒtlich es wohl im Winter hier sein mag.

Eine Clownsfrau mit roter Nase und Gesichtsbemalung lĂ€chelt neben einem kleinen Kind mit lockigem Haar und blauen Augen, das ein gelbes Hemd mit einem Schmetterlingsmuster trĂ€gt. Der Hintergrund ist unscharf mit Clowns und Menschen in bunter Kleidung. Eine Gruppe von Kindern sitzt da und sieht freudig zu, wie zwei Clowns im Freien in einem Park große Seifenblasen machen, mit BĂ€umen und SpielgerĂ€ten im Hintergrund bei Tageslicht. Ein Clown in einem farbenfrohen KostĂŒm springt energisch vor einer Reihe von sitzenden Kindern im Freien, wĂ€hrend ein Erwachsener ein Foto macht. Mehrere Erwachsene schauen im Hintergrund in der NĂ€he eines SteingebĂ€udes zu. Zwei Clowns springen energisch vor einer Gruppe von sitzenden und stehenden Kindern im Freien, mit einem GebĂ€ude und BĂ€umen im Hintergrund. Die Kinder beobachten die VorfĂŒhrung mit Interesse. Ein Clown in einem blauen Kleid und mit einem Akkordeon in der Hand tritt im Freien vor einer Gruppe kleiner Kinder und Erwachsener auf, die auf BĂ€nken in einem Waldgebiet sitzen, wobei das Sonnenlicht durch die BĂ€ume fĂ€llt. Drei Clowns stehen im Freien, lĂ€cheln und schauen auf ein Smartphone. Ein Clown trĂ€gt eine rote Clownsnase, ein anderer ein gepunktetes Kleid. Das Sonnenlicht fĂ€llt durch die BĂ€ume im Hintergrund. Eine Gruppe von Kindern und zwei Personen mit roten Nasen stehen im Freien, lĂ€cheln und heben ihre HĂ€nde. Bunte Fahnen und Luftballons schmĂŒcken den Hintergrund und schaffen eine festliche AtmosphĂ€re. Hinter ihnen sind BĂ€ume und ein rotes GebĂ€ude zu sehen. Vier kleine Kinder stehen im Freien dicht beieinander und lĂ€cheln und lachen. Sie tragen legere Kleidung, und der Hintergrund ist leicht grĂŒnlich verschwommen, was darauf hindeutet, dass sie sich in einem Park oder auf einem Spielplatz befinden. (Anmerkung: Da in der Beschreibung nicht von "seltsam" gekleideten Menschen oder Menschen mit roten Nasen die Rede ist, gibt es keinen Hinweis darauf, dass es sich bei einem von ihnen um Clowns handelt. Daher bleibt der Text unverĂ€ndert.). Eine lebendige Kinderveranstaltung im Freien mit Clowns, die ein großes Publikum von Kindern und Erwachsenen unterhalten. Bunte Dekorationen und Luftballons schaffen eine festliche AtmosphĂ€re. Einige Kinder lassen sich ihr Gesicht bemalen. Eine große Gruppe kleiner Kinder sitzt eng beieinander auf bunten PlastikstĂŒhlen im Freien, beobachtet aufmerksam die Clowns und lĂ€chelt. Die Kinder sind mit verschiedenen bunten Kleidern bekleidet. Ein junges MĂ€dchen mit hellen Augen und wirrem Haar, das eine Jeansjacke trĂ€gt, steht im Freien. Auf ihrer Stirn und ihren Wangen sind Zeichnungen von Smileys zu sehen. Sie blickt mit ernster Miene direkt in die Kamera. Da aus der Beschreibung nicht hervorgeht, dass sie "seltsam" gekleidet ist oder eine rote Nase hat, gibt es keinen Hinweis darauf, dass sie ein Clown ist. Daher bleibt der Text unverĂ€ndert: Ein junges MĂ€dchen mit hellen Augen und wirrem Haar, das eine Jeansjacke trĂ€gt, steht im Freien. Auf ihrer Stirn und Wange sind Zeichnungen von Smileys zu sehen. Sie blickt mit ernster Miene direkt in die Kamera.

Kinder in Sonntagskleidern

05.10.2018

Heute sind wir nach Bolnisi gefahren. Ehemalig Katharinenfeld, siedelten hier Anfang des 19. Jahrhunderts deutsche Siedler sogenannte SchwÀbische PiÀtisten her und bauten hier eine deutsche Siedlung, wovon man heute noch einzelne HÀuser sieht. Diese Jahr feiert Bolnisi 200 Jahre Deutsch-Georgisch Freundschaft.
Die Deutschen sind hier hoch angesehen, aber die georgischen Bewohner bekommen wenig von dem Prunk ab. Die Verfallenen georgischen HĂ€user stehen neben dem neu renovierten deutschen Luxushotel.
Hier arbeitet selbstverstÀndlich georgisches Personal.
Wir drehten den Spieß um. Uns war es eine grosse Ehre fĂŒr die georgischen Kinder zu spielen. Der Kulturbeauftragte hatte Kinder viel organisiert um die Kinder aus denunzierenden Dörfern abzuholen. Die Kinder haben nahe zu nie die Möglichkeit so eine Show um sonst zu sehen. Ca 300 Kinder kamen. Viele hatten ihre Sonntagskleider an, daher standen sie wĂ€hrend der Show um ihre Kleider nicht zu beschmutzen.

Vier fröhliche Menschen in bunten KostĂŒmen und mit Gesichtsbemalung sitzen und posieren spielerisch auf einer Parkbank, mit BĂ€umen und einer Steinmauer im Hintergrund. Sie lĂ€cheln und machen ausdrucksstarke Gesten. Zwei Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen unterhalten eine Menge von Kindern und Erwachsenen, die in einem großen Kreis um sie herum sitzen und stehen, in einem Außenbereich mit dramatischem Sonnenlicht und Schatten. Eine Gruppe von Menschen, einige seltsam gekleidet oder mit roten Nasen, unterhĂ€lt eine Gruppe von Kindern im Freien, indem sie große Seifenblasen machen, wĂ€hrend die Kinder aufgeregt nach ihnen greifen und versuchen, sie zum Platzen zu bringen. Mehrere Erwachsene schauen im Hintergrund zu. Zwei bunt gekleidete und geschminkte Clowns treten im Freien vor einer Gruppe von Kindern und Erwachsenen auf. Das Publikum sieht lĂ€chelnd zu, wie die Clowns im Sonnenlicht vor dem Hintergrund einer Steinmauer spielerisch agieren. Drei Clowns in bunten KostĂŒmen und mit Clownsschminke unterhalten ein kleines Publikum im Freien. Ein Clown gestikuliert dramatisch, ein anderer wirft sich in eine spielerische Pose, und Kinder schauen im Hintergrund an einer Steinmauer zu. Zwei Clowns in farbenfrohen KostĂŒmen fĂŒhren im Freien einen akrobatischen Trick vor; einer hebt den anderen ĂŒber den RĂŒcken. Eine Gruppe von Kindern und Erwachsenen, einige in hellen Kleidern, schaut zu und steht an einer Steinmauer im Sonnenlicht und im Schatten.

Tbilisobar Straßenfest

07.10.2018

Heute sind wir in Tbilisi auf dem Stadtfest aufgetreten. Lela hatte uns schon lange im Voraus dort angemeldet.
Es kamen viele traditionelle Tanzgruppen aus allen Regionen des Landes und zeigten fantastische TanzstĂŒcke und Musikeinlagen auf der grossen BĂŒhne. Wir waren ĂŒberwĂ€ltigt von der Vielfalt und dem Stolz.
Also waren wir nun hier die Exoten auf dem Stadtfest. Wir teilten den Backstagebereich (ein Zelt) zusammen mit den Jungs und MĂ€dels der Tanzgruppen und so bekamen wir guten Einblick hinter die Kulissen.
Hier war ein herrischer Ton angesagt. Die Stolzen MĂŒtter wirbelten um ihre Söhne und richteten ihre KostĂŒme. In dem Gewirbel und der Aufregung flog auch mal die ein oder andere körperliche Zurechtweisung.
Das war uns schon in den KindergĂ€rten aufgefallen, dass hier Zucht und Ordnung nicht nur Verbal kommuniziert wird. Es erklĂ€rt auch einige ĂŒbergriffige Reaktionen der Kinder, die uns wĂ€hrend der Show vor Begeisterung manchmal etwas zu nahe kamen. Da wir unsere Grenzen ausschliesslich Gewaltfrei kommunizieren, wurden wir vielleicht nicht immer verstanden.

Fotos folgen..

Eine herzliche Derniere

08.10.2018

Heute haben wir in Tbilisi auf dem GelÀnde des Jugendkulturhauses Life Chance gespielt.

Lela hatte ihre Jugendlichen eingeladen und Kinder aus den umliegenden KrankenhÀusern auf dem GelÀnde.

Auf dem GelĂ€nde ist eine Rehaklinik fĂŒr DrogenabhĂ€ngige. Sie teilweise zuschauen und ein paar ZaungĂ€ste schauten Neugierig und verzĂŒckt..

Es war auch zufÀllig Lelas Geburtstag. Wir durften ein bisschen mithelfen das Fest zu Dekorieren. Und Essen vorzubereiten.

FĂŒr uns und fĂŒr das Georgische Logistik Team war es eine wunderschöne und emotionale Abschiedsvorstellung.

Drei Clowns, die teilweise von großen bunten Formen im Vordergrund verdeckt werden, stehen in gedĂ€mpftem Licht. Eine Clownin blickt nach vorne, ihr Gesicht ist beleuchtet, wĂ€hrend das Gesicht eines anderen Clowns teilweise im Schatten liegt. Der Hintergrund ist dunkel. Eine Gruppe von Kindern sitzt auf StĂŒhlen im Freien und sieht sich eine lebhafte Vorstellung an. Zwei Clowns stehen im Vordergrund, wĂ€hrend die Kinder lĂ€cheln und lachen und sich an der Vorstellung erfreuen. Andere Personen sitzen im Hintergrund und beobachten das Geschehen. Eine Person mit grĂŒner Weste und Hut, die ein Clown ist, unterhĂ€lt eine Menschenmenge, indem sie bei einer festlichen Veranstaltung im Freien große Seifenblasen erzeugt, wĂ€hrend die Zuschauer lĂ€cheln und im Hintergrund Luftballons zu sehen sind. Eine Person in grĂŒnem Outfit und roter Nase - also ein Clown - zaubert auf einer Party im Freien fröhlich große Seifenblasen mit Stöcken. Kinder und Erwachsene um den Clown herum lĂ€cheln und feiern, umgeben von Luftballons und festlicher Dekoration. Vier fröhliche Clowns in bunten KostĂŒmen stehen zusammen mit einer Frau in einem blauen Kleid auf einer FreilichtbĂŒhne. Sie unterhalten ein Publikum von Kindern, die vor ihnen sitzen. Im Hintergrund sind festliche Dekorationen und eine Gitarre zu sehen.

RĂŒckflug

10.10.2018

An unserem Letzten Tag haben wir noch ein interessantes Graffiti gefunden.

Ein hat die Hand ausgestreckt zum betteln. Dabei hĂ€ngt sie an FĂ€den wie eine Marionettenfigur. Unter dem Bild steht „This is not my choice“.

Das Bild kam uns genau richtig. Ja es sagt so viel ĂŒber die Situation hier. Und es setzt sich wie eine Pointe an unsere Reise.

Wir hatten alle die freie Wahl zu dieser Reise. Wir haben alle die Freie Wahl fĂŒr unseren Beruf, unsere Taten und die freie Wahl wie wir mit unserer Umwelt umgehen.

Ich (diejenige, die hier diesen Blog schreibt) bin sehr froh, dass ich die freie Wahl hatte und die Finanziellen Mittel diese Reise anzutreten.

Ich habe viel gelernt und erlebt und aufgesogen und nehme viele glĂŒckliche und faszinierte Kindergesichter mit nach Deutschland. Es war mir eine grosse Ehre, die Kinder fĂŒr einen kleinen Moment dort abzuholen wo sie waren und sie mit einem Lachen zurĂŒck zu lassen. Ein Lachen was sie vielleicht stĂ€rkt, dass zu tun was sie wollen und wohin sie gehen wollen.

Ein WandgemĂ€lde zeigt ein MĂ€dchen als Marionette mit SchnĂŒren an den HĂ€nden, die im Schneidersitz in einem orangefarbenen Kreis sitzt. Der Text darunter lautet: "Das ist nicht meine Entscheidung". An der rechten Wand befindet sich ein Graffiti aus Buntstiften. (Hinweis: In der ursprĂŒnglichen Beschreibung sind keine seltsam gekleideten Menschen oder Menschen mit roten Nasen zu sehen - es sind also keine Clowns abgebildet).

Gepostet am

24.09.2018